Nackenkissen Test: Welches ist das beste Kissen? (2022)

Haben Sie nach dem Schlafen Probleme mit dem Nacken? Ich schon, oder besser hatte. Ein falsches Kissen hat bei mir für mehr Probleme gesorgt, als es lösen konnte.

Für mich, war vor über 20 Jahren, ein passendes Nackenkissen die Antwort auf meine Nackenschmerzen und Verspannungen. Auch die Stiftung Warentest hat mitbekommen, was diese Kissen leisten können und in einem Nackenkissen Test verschiedene Nackenstützkissen unter die Lupe genommen.

In diesem Artikel finden Sie die besten Kissen für den Nacken und Sie erfahren ganz genau, welches Kissen zu Ihnen passt.

Die besten Nackenkissen im Vergleich

Die folgenden Kissen sind sehr gute Allround-Kissen und die m.M.n. besten Modelle der letzten Jahre. Natürlich darf der Nackenkissen Testsieger der Stiftung Warentest in dieser Liste nicht fehlen.

Third of Life Matar

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Material: Memory-Foam
Höhe: 11 bis 9 cm
Schlafposition: Seite, Rücken

Meiner Meinung nach, ist das Third of Life Matar eines der besten Kissen für den Nacken. Der spezielle und druckentlastende Schaumstoff des Kissens bringt schnelle Entspannung für die Halswirbelsäule (HWS) und beugt so Schmerzen und Verspannungen vor. Die großartige Kombination aus Flexibilität und Komfort so wie das Preis-Leistungs-Verhältnis machen das Matar zu meiner Nummer Eins.

Geeignet ist das Kissen für Seiten- und Rückenschläfer und wurde vom Institut für Gesundheit und Ergonomie ausgezeichnet.

UTTU Sandwich Kissen

Material: Memory-Foam
Höhe: 12 bis 10 cm
Schlafposition: Seite, Rücken

Ein gutes Nackenkissen muss nicht teuer sein, das zeigt das UTTU Nackenstützkissen sehr eindrucksvoll und bietet dank seiner Form und den drei Schichten alles das, was man von einem guten Nackenkissen erwartet. In einem großen Test ist oft kein Platz für eher unbekannte Anbieter wie UTTU, dabei ist dieses Kissen eine meiner häufigsten Empfehlungen.

INNOCENT Nackenstützkissen

Material: Memory-Foam
Höhe: 12 cm
Schlafposition: Seite, Rücken, Bauch

Das INNOCENT Nackenstützkissen ist nicht aus Memory Foam, sondern aus dem offenporigeren Gelschaum gefertigt. Das Material ist besonders interessant für Sie, wenn Sie lieber etwas kühler liegen oder leicht ins Schwitzen kommen oder, wenn Sie sich Nachts viel und oft hin und her drehen. Gelschaum passt sich sehr schnell an die geänderte Schlafposition an.

Diamona Climatic

Material: Memory-Foam, Stiftlatex
Höhe: 13 bis 10 cm
Schlafposition: Seite, Rücken, Bauch

Das Diamona Climatic ist laut Stiftung Warentest das beste Nackenkissen. Der Testsieger der Stiftung Warentest eignet sich für Rücken-, Seiten- und auch Bauchschläfer und bekam die Gesamtnote 1,7 („GUT“).

Tempur Shape

Material: Tempur Memory-Foam
Höhe: 10 cm
Schlafposition: Seite, Rücken

Jahre lang, war der Vorgänger des Shape, das Tempur Original* eines meiner am liebsten empfohlenen Nackenstützkissen. Die neue Variante, das Shape verfügt über einen verbesserten Bezug und transportiert die Wärme besser ab. Mit dieser Verbesserung gehört das Tempur Shape klar an die Spitze der besten Kissen.

Es gibt eine große Anzahl guter Nackenstützkissen und auch, wenn bei meinen Top 5 schon etwas für jeden dabei sein sollte, will ich einige andere Kissen nicht unerwähnt lassen. Für meine Bestenliste hat es für die folgenden Kissen zwar nicht ganz gereicht, aber sie alle bieten ein tolles Preis-Leistungs-Verhältnis und überzeugen mit ihrer Qualität.

  • UMI Nackenstützkissen*: Günstiges aber gutes Kissen für Einsteiger.
  • Ebitop Mlily*: Das zweite günstige aber gute Nackenkissen, das für Erstkäufer interessant sein könnte.
  • FMP Matratzenmanufaktur*: Das FMP Ma­trat­zen­ma­nu­fak­tur Na­cken­stütz­kis­sen verzichtet auf die sonst übliche Wellenform der Nackenkissen.

Hinweis: Bitte beachten Sie, dass die Produkte, die ich auf dieser Seite empfehle eine Kombination aus Kissen sind, die ich 1.) selbst getestet habe, 2.) die mir mehrfach als sehr gut empfohlen wurden und 3.) die in Tests anderer Magazine und Institutionen gut abgeschnitten haben.

Nackenkissen Test von Stiftung Warentest

Testsieger Stiftung Warentest

Der Nackenkissen Test der Stiftung Warentest wurde mit 20 Kissen durchgeführt. Vier der getesteten Nackenstützkissen wurden mit der Note „Gut“ bewertet. Unter den bestbewerteten Produkten waren beispielsweise das „Diamona Climatic“ und das „Centa-Star Relax Exquisit“, die beide sowohl für Seiten- und Rückenschläfer geeignet sind und bei Schlafproblemen helfen können.

Vier Kissen mit „Gut“ bewertet

Diese vier Kissen für Halswirbelprobleme konnten bei der Stiftung Warentest die besten Ergebnisse erzielen.

Neue Erkenntnisse wurden in dem Testbericht von Stiftung Warentest aber nicht zu Tage gefördert. Ich bin trotzdem froh über diesen Nackenstützkissen Test, denn er belegt sehr deutlich Dinge die mir schon sehr oft aufgefallen sind und erreicht dabei vermutlich deutlich mehr Leute, als ich mit meiner Seite.

Die wohl wichtigste Information des Tests ist, dass laut Stiftung Warentest eine Vielzahl der erhältlichen Nackenstützkissen einfach nichts taugt. Besonders betrifft das natürlich billig produzierte Modelle, die auf der Verpackung mit den wildesten Gesundheitsversprechen um sich werfen. Sie können gegen eine Vielzahl von Problemen helfen und den Schlaf verbessern, aber sie ersetzen nicht den Gang zum Arzt und sind auf auch definitiv kein Wunderheilmittel.

Was die Preise angeht, hat die Stiftung Warentest festgestellt, dass ordentliche Qualität erst ab etwa 80 Euro zu bekommen ist, das teuerste Kissen aber nicht automatisch auch das beste Kissen ist. Auch in diesem Punkt stimmen meine Erfahrungen mit den Ergebnissen von Stiftung Warentest bis auf wenige Ausnahmen überein.

Der letzte wichtige Punkt ist, dass Nackenkissen besonders für Seitenschläfer mit breiten Schultern geeignet sind. Das ist auch nichts neues aber zumindest wird damit nochmal gezeigt, dass nicht alle Modelle im Test Allrounder sind und man immer nach seinen Schlafgewohnheiten auswählen sollte.

Nackenstützkissen sind und bleiben ein sehr individuelles Produkt. Insgesamt bekamen nur 4 der 20 Kissen die Note „Gut“ und dieses Ergebnis spricht eine deutliche Sprache. Trotzdem sind sie ein gutes Mittel bei Nackenbeschwerden.

Ein fader Beigeschmack bleibt trotzdem, denn in vielen Punkten wurde der Test doch sehr oberflächlich durchgeführt. So wurde z.B. nicht berücksichtigt, dass ein Hersteller für verschiedene Schlaftypen und Schulterbreiten auch verschiedene Kissen anbietet. Entsprechend schlecht wurde ein schmales Kissen bewertet, denn es wurde von einem Schläfer mit sehr breiten Schultern getestet.

Was mich am meisten enttäuscht hat ist, dass der Punkt „Material und Umwelt“ nur zu 10% in die Wertung eingeflossen ist. Ich hab schon oft Nackenstützkissen erlebt, die bereits beim Auspacken so sehr nach Chemie gerochen haben, dass ich sie mir nicht ins Bett gelegt hätte.

Nackenstützkissen Kaufberatung

Bei so individuellen Produkten, wie den HWS Nackenstützkissen sind Kaufberatung und richtige Informationen besonders wichtig. Außerdem sollten Sie nicht blind das erstbeste Produkt kaufen, das Ihnen im Netz in Nackenkissen-Tests begegnet. Die nächsten Punkte zeigen worauf Sie unbedingt achten sollten.

Wie entstehen Nackenschmerzen?

Wussten Sie, dass die Ursachen für den schmerzenden Nacken und schlechten Schlaf oft tagsüber zu finden sind und nicht in der Nacht?

Die häufigsten Gründe für Nackenschmerzen sind langes Sitzen am Schreibtisch, Mobiltelefone und auch die Haltung beim Autofahren oder das genau Gegenteil, nämlich schwere körperliche Arbeit. Kommt zur falschen Haltung bzw. Überanstrengung noch ein ungeeignetes Kopfkissen, kann sich die Situation sogar noch verschlimmern.

Oft genug hat bereits die Umstellung auf ein Nackenkissen die Situation so sehr verbessert, dass viele meiner Leser mir berichten, ihre Probleme mit dem Rücken oder Nacken seien vollständig verschwunden.

Welche Arten von Nackenkissen gibt es?

Neben vielen namhaften Herstellern, die immer wieder neue Modelle auf den Markt bringen, gibt es auch eine Menge innovativer neuer Hersteller von Nackenkissen. Eines der wichtigsten Unterscheidungsmerkmale für Nackenkissen ist Art des Kissens und da gibt es so einige Unterschiede.

Orthopädische Nackenstützkissen

Zwar schmücken sich viele im Handel erhältliche Nackenkissen mit dem Wörtchen „orthopädisch“, dabei trifft es nicht auf jedes Kissen zu. Am ehesten als orthopädische Nackenkissen zu erkennen sind die Kissen mit der Wellenform, bei denen der Kopf in der Mulde ruht und die Wellen den Hals punktgenau unterstützen.

Die Vorteile dieser Kissen sind ihre ergonomische Form, die ideal für Rücken- und Seitenschläfer geeignet ist. Für diese beiden Schlaftypen bieten sie hohe Unterstützung und somit Entlastung für den Nacken. Außerdem sind sie oft in der Höhe verstellbar und lassen sich so exakt anpassen.

Als Nachteil, kann man die gewöhnungsbedürftige Form betrachten, allerdings haben sie die meisten Menschen innerhalb weniger Tage an das neue Kissen gewöhnt. Für Bauchschläfer gibt es einen wichtigen Nachteil, denn diese Kissen sind für sie nicht geeignet.

Thermoelastische Nackenkissen

Es gibt im Bereich der Nackenkissen einige Formulierungen, die eigentlich dasselbe meinen. Thermoelastische Kissen, viskoelastische Kissen, Gedächtnisschaum, Memory Foam, das alles bezeichnet eine spezielle Art von Schaumstoffen. Durch Körperwärme passt sich dieser Schaumstoff exakt an die Körperform an und kehrt beim Erkalten in seine Ursprungsform zurück. Besonders bekannt ist der Schaumstoff der Marke Tempur.

Thermoelastische Nackenkissen haben einige Vorteile, so z.B. die optimale Anpassung an den Kopf und Nacken und die daraus entstehende besonders hohe Druckentlastung. Falls Sie noch auf einem viskoelastischen Kissen gelegen haben, die Anpassung des Kissens ist völlig geräuschfrei und stört den Schlaf nicht.

Dafür dauert es ein bisschen, bis sich das Kissen anpasst, wenn sie sich darauf legen oder sich nachts drehen. Außerdem neigt das Material dazu Wärme zu stauen und nur wenig Feuchtigkeit abzuleiten, was es für Menschen, die gerne kühl schlafen oder viel Schwitzen ungeeignet macht.

Nackenkissen für die Reise

Ebenfalls oft als eine Art Nackenkissen zu betrachten, sind Nackenhörnchen für die Reise. Diese Kissen sind dafür geeignet den Kopf im Sitzen zu stützen und ein seitliches Abknicken beispielsweise im Flugzeug oder Bus zu vermeiden.

Da diese Kissen aber nicht als Kopfkissen für das Bett gedacht sind, erwähne ich sie nur der Vollständigkeit halber. Wollen Sie mehr über diese Kissen erfahren, dann finden Sie hier meinen Artikel zu Reisenackenkissen.

Keinem Test blind vertrauen

Ich stehe einem Nackenkissen Testsieger immer erst mal kritisch gegenüber. Es geht dabei nicht darum ein Kissen schlecht zu reden, sondern schlicht darum, dass Nackenkissen sehr individuell ausgewählt werden sollten.

Die wichtigsten Faktoren bei der Auswahl sind neben der Schlafposition z.B. die verwendete Matratzenhärte und Schulterbreite. Ein Test kann die ganzen verschiedenen Kombinationen, die sich alleine aus diesen drei Faktoren ergeben nicht berücksichtigen.

Ich sage es gerne nochmal, das beutetet nicht, dass ein Testsieger wie z.B. das Diamona Climatic ein schlechtes Kissen ist, das ganz sicher nicht. Es kann aber passieren, dass es nicht zu jedem Menschen passt. Das ist aber leider immer der Eindruck der entsteht. Kauf einfach den Sieger bei einem Test und fertig.

Achten Sie bei der Auswahl eines Nackenstützkissens immer zuerst auf Ihre Bedürfnisse und schauen Sie erst danach nach Titeln, die einzelnen Kissen gewonnen haben. Ein einfacher Vergleich der Nackenstützkissen, die für Sie in Frage kommen lohnt sich insbesondere, wenn es um den Punkt Qualität geht.

Vorteile von Nackenkissen

Der größte Vorteil ist ganz klar, die anatomisch korrekte Haltung der Wirbelsäule. Gerade Seitenschläfern, die dazu neigen den Kopf nachts abzuknicken und so den Nacken stark zu überdehnen, helfen diese Kissen, die oft aus Memory Foam gefertigt werden, erheblich. Aber auch Rückenschläfern hilft ein orthopädisches Kissen die Wirbelsäule zu entlasten. Das Resultat ist, dass die Nackenmuskulatur entspannen kann.

Noch viel wichtiger ist, dass gesundheitliche Probleme wie Schmerzen, Schwindel oder allgemein morgendliches Unwohlsein, werden deutlich weniger und Sie werden sich gesund und fit fühlen. Damit sind sie eine tolle Alternative zum herkömmlichen Kopfkissen.

Ich muss ehrlich gestehen, als ich mein erstes Nackenkissen bekommen habe, dachte ich auch: Wie soll so ein Kissen bitte so viel Einfluss auf mich haben? Heute kann ich nicht mehr verstehen, warum ich solange gewartet und mich gequält habe.

Nackenstützkissen können gegen eine Vielzahl von Beschwerden helfen. Die Betonung liegt allerdings auf können, denn ein Kissen alleine ist nur ein Hilfsmittel und keine Therapie. Selbst Patienten mit Bandscheibenvorfällen wird mit diesen Kissen geholfen.

Durch Fehlhaltung und Stress entstehende Schmerzen in Kopf, Schulter, dem Nacken, dem Rücken oder auch Schwindel und Abgeschlagenheit können mit einem Nackenkissen behoben werden. Sollten Ihre Beschwerden trotzdem nicht besser werden, dann tun Sie mir und sich einen Gefallen und besprechen Sie die Beschwerden mit Ihrem Arzt.

Welches Kissen für welchen Schlaftyp?

Welches Nackenkissen passt zu mir

Das Ziel eines guten Kissens ist es, dass die Wirbelsäule gerade liegt, denn so werden Fehlbelastungen vermieden. Um diese Aufgabe erfüllen zu können, gibt es Nackenkissen in verschiedenen Formen und passend zu jeder Schlafposition.

  • Wellenförmige Kissen: Durch die Wellenform haben diese Kissen eine zusätzliche Stütze für den Hals. Das macht sie besonders geeignet für Rücken- und Seitenschläfer. Außerdem sind sie sehr oft höhenverstellbar.
  • Normale Kissenform: Trotz ihrer stützenden Füllung setzen diese Kissen auf eine normale Kissenform ohne Wellen. Die meist dieser in 40x80 cm erhältlichen Kissen sind für alle Schlaftypen geeignet.
  • Schmetterlingsform: Schmetterlingsförmige Kissen oder auch X-förmige Kissen eignen sich besonders für Seiten- und Bauchschläfer, denn durch ihre Aussparungen lassen sich die Arme, um das Kissen legen bzw. die Schulter in die Aussparung legen.

Die für Sie beste Kissenform, ergib sich aus der Schlafposition, die Sie bevorzugen.

Seitenschläfer (Feste Kissen)

Die meisten Menschen sind Seitenschläfer und schlafen den Großteil der Nacht entweder auf der rechten oder der linken Seite. Auf die Wahl des Kissens hat es keine Auswirkung, ob Sie als Seitenschläfer mit gerade oder angewinkelten Beinen schlafen. Der Abstand zwischen Kopf und Matratze ist in dieser Position besonders hoch, daher braucht es ein festes Kissen, das den Kopf ausreichend stützen kann.

Empfehlenswert ist hier auf ein rechteckiges Kissen zu setzen, denn so liegt nur der Kopf auf dem Kissen. Ein zu großes Kissen kann dafür sorgen, dass Ihre Schultern mit auf das Kissen rutschen. Dadurch würde der positive Effekt des Kissens ins Gegenteil gekehrt werden.

Rückenschläfer (Flache Kissen)

Verhältnis wenig Menschen schlafen auf dem Rücken und das, obwohl die Rückenlage als die gesündeste Schlafposition gilt. Wenn Sie auf dem Rücken schlafen, dann reicht ein flaches Kissen, das hauptsächlich dazu dient den Kopf leicht zu stützen und die Liegeposition komfortabel zu gestalten.

Ideal ist ein flaches, weiches und wellenförmiges Kissen, das die natürliche S-Form der Wirbelsäule unterstützt. Das Kissen sollte auf keinen Fall zu hoch sein, das kann zu einem Überstrecken des Nackens führen. Perfekt liegen Sie, wenn Sie gerade zur Decke schauen können.

Bauchschläfer (Flaches Kissen)

Das Schlafen in der Bauchlage hat quasi keine Vorteile für den Nacken, tatsächlich hat die Lage erhebliche Nachteile. Noch schlimmer wird es, wenn Sie ein falsches Kissen nutzen und so dem Nacken und Rücken zusätzlich schaden.

Um den Nacken nicht zusätzlich zu belasten, sollten Bachschläfer zu einem möglichst flachen Kissen greifen. Wenn Sie eine feste Matratze nutzen, dann können Sie auch versuchen ganz auf ein Kopfkissen zu verzichten. Als Bauchschläfer liegen Sie richtig, wenn die Wirbelsäule möglichst gerade ist und der auf gleicher Höhe mit den Schulterblättern liegt.

Was kostet ein gutes Nackenkissen?

Nackenstützkissen gibt es in den verschiedensten Preisklassen, angefangen bei knapp 20 Euro bis zu High-Tech Varianten für mehrere hundert Euro.

Ich will in diesem Nackenstützkissen Test hauptsächlich auf Kissen aus dem preislichen Mittelfeld, zwischen 50 bis 80 Euro Euro eingehen. Der Grund dafür ist, dass ich mit diesen Kissen die besten Erfahrungen gemacht habe und die meisten meiner Favoriten finden sind in diesem Preissegment finden.

Wer nur 15 Euro für ein Nackenkissen ausgeben will, der muss auch damit rechnen die entsprechende Qualität zu bekommen. Das klingt zwar hart, aber ich habe die Erfahrung selber so gemacht. Außerdem sind die billigen orthopädischen Schaumstoffkissen oft stark mit Schadstoffen belastet, die dann Nacht für Nacht von uns aufgenommen werden.

Nimmt man sich mal verschiedene Internetseiten vor, auf denen Nackenstützkissen im Test zu finden sind, dann fällt schnell auf, dass dort in aller Regel Produkte auftauchen, die im preislichen Mittelfeld zu finden sind. Ein Vergleich lohnt sich natürlich trotzdem und oft gibt es Nackenkissen zu Angebotspreisen in Online-Shops zu bekommen.

Wie hoch sollte ein Nackenstützkissen sein?

Tabelle richtige Höhe Nackenstützkissen

Um diese Frage zu beantworten, sollten Sie wissen ob Sie Seitenschläfer, Rückenschläfer oder Bauchschläfer sind.

Kleiner Tipp, die meisten Menschen sind Seitenschläfer (je nach Umfrage zwischen 60 und 80 Prozent). Wichtig ist bei einem Nackenkissen, dass es die Lücke zwischen Schulter und Nacken optimal schließt und die Wirbelsäule gerade hält.

Falls Sie meine Übersicht gerade nicht zur Hand haben, können Sie sich als Faustregel für das richtige Maß folgendes merken: Je breiter die Schultern und desto härter die Matratze auf der Sie schlafen, desto höher muss auch das Nackenkissen sein. Umgekehrt nutzen Sie ein niedriges Kissen bei schmalen Schultern und/ oder einer weichen Matratze.

Sie können es auch ganz genau machen und die richtige Höhe für Ihr Nackenkissen messen, wie das geht, erfahren Sie in dem verlinkten Artikel.

Materialien, Füllungen und Bezug

Als Material bzw. Füllung für orthopädische Nacken-Komfort-Kissen eignet sich bis auf wenige Ausnahmen Schaumstoff. Es kommen verschiedene Schaumstoffe mit teilweise sehr eignen Eigenschaften zum Einsatz, hier ein kleiner Überblick.

Kaltschaum: Kissen aus Kaltschaum sind sehr formstabil und belastbar. Der eigentlich undurchlässige Schaumstoff wird nach dem Aushärten gewalzt, um die Poren aufzubrechen und so ein atmungsaktives formstabile Material zu bekommen. Die Bezeichnung Kaltschaum trägt der Schaumstoff, weil bei der Produktion keine Wärme eingesetzt wird.

Latex: Latexkissen sind weicher als die meisten anderen Materialien, dabei aber trotzdem sehr formstabil und haben eine hohe Punktelastizität. Latex oder Kautschuk eignet sich besonders gut für Allergiker oder Menschen die einen weiches Kissen mit hohem Stützkomfort suchen.

Memory Foam: Memory Schaum Kissen bzw. Memory Foam und Gedächtnisschaumstoff sind weitere gängige Bezeichnung für das wohl am häufigsten anzutreffende Material aus dem Nackenstützkissen hergestellt werden. Der Viscoschaum reagiert auf die Körperwärme und passt sich den Konturen des Schläfers an. Erkaltet das Kissen, nimmt es wieder seine ursprüngliche Form an. Oft liest man hier von dem Memory Effekt.

Gelschaum: Gelschaum ist sehr atmungsaktiv und passt sich in kürzester Zeit an die Konturen von Kopf und Nacken an. Das Material reagiert deutlich schneller auf Positionsänderungen als der Schaumstoff der viskoelastischen Kissen und eignet sich so sehr gut für unruhige Schläfer, die oft die Liegeposition ändern.

Nackenkissen gibt es auch mit natürlichen Materialien. Kissen mit Dinkelfüllung stützen ähnlich gut wie Schaumstoffe sind aber nicht jedermanns Fall, denn sie rascheln sehr stark. Ich kenne kaum ein anderes Produkt, das durch seine verschiedenen Materialien, Kombinationen, Größen und Formen so individuell ist wie das Nackenkissen.

Was alle Kissen unabhängig vom Material des Schaumkern gemeinsam haben ist, dass sie von einem waschbaren Schonbezug geschützt werden.

Zertifikate und Label

Zertifikate und Label sind eine toll Möglichkeit sicher zu gehen, dass das Produkt schadstofffreie Textilien verwendet. Das Zertifikat, das jedes Kissen haben sollte ist der Ökotex 100 Standard. Ein Kissen, das nach diesem Standard zertifiziert wurde ist garantiert frei von Schadstoffen und kann bedenkenlos genutzt werden.

So liegen Sie richtig auf dem Nackenkissen

Richtig auf einem Nackenstützkissen liegen

Hat Ihr Nackenkissen zwei unterschiedliche hohe Nackenrollen ist es grundsätzlich so, dass die höhere Rolle unter den Hals kommt. Der Kopf ruht in der Mulde zwischen den beiden Wölbungen.

Es gibt auch Kissen, die haben zwei identisch hohe Wellen. Bei einem solchen Kissen macht es natürlich keinen Unterschied, welche Seite unter dem Hals liegt.

Sollte Sie feststellen, dass die höhere Seite unangenehm unter dem Hals ist und drückt, dann spricht auch nichts dagegen, das Nackenkissen umzudrehen und die flachere Seite unter den Hals zu legen.

Häufige Fragen (FAQ)

Wenn es um das Thema Nackenstützkissen geht, dann gibt es einige Fragen, die besonders häufig gestellt werden. Einige dieser Fragen habe ich hier zusammengetragen.

Für wen sind Nackenstützkissen geeignet?

Grundsätzlich eignen sich Nackenkissen für jeden, der seinen Schlaf verbessern will und auf der Suche nach einer Möglichkeit ist seinen Nacken zu entlasten.

Das passende Nackenkissen sorgt für eine ergonomische Lagerung des Kopfes und entlastet Schultern und Nacken. So können diese Kissen einen positiven Einfluss auf Schlafstörungen, Kopfschmerzen und bereits bestehenden Verspannungen haben. Sie können auch präventiv genutzt werden, damit Probleme gar nicht erst entstehen.

Wann ist ein Nackenkissen sinnvoll?

Wenn Sie häufig schlecht schlafen und morgens mit Verspannungen, Nacken- oder Schulterschmerzen aufwachen, dann deutet das auf ein falsches Kopfkissen hin. Oft bleibt der Hals und Nacken den ganzen Tag unbeweglich und fühlt sich blockiert an. Kopfschmerzen, Schwindel und Benommenheit können Nebenwirkungen von Nackenverspannungen sein. Deckt sich diese Beschreibung in etwa mit Ihrem Tagesablauf, dann kann ein Nackenstützkissen, mit seiner entlastenden Wirkung eine sinnvolle Idee sein.

Sind sie gesünder als normale Kissen?

Nackenstützkissen wurden speziell dafür entwickelt den Kopf in der bestmöglichen Position zu stützen und so die Nackenmuskulatur zu entlasten. Normale Kissen können das nicht. Zum einen haben sie oft nicht genügend Stützkraft und auch nicht die passende Füllung, um den Kopf die ganze Nacht zu stützen. Das Resultat ist, dass der Kopf abknickt, die Wirbelsäule verdreht wird und die Nackenmuskulatur verspannt. Wenn Sie mich fragen, dann ist die Antwort klar, Nackenkissen sind die besseren Kissen.

Wie schnell verschwinden meine Beschwerden?

Nackenstützkissen wirken ab der ersten Nacht gegen Verspannungen und Nackenschmerzen. Es kann aber gut sein, dass Ihr Körper eine gewisse Zeit braucht sich an das neue Kissen zu gewöhnen. Die Gewöhnung dauert zwischen drei Tagen und drei Wochen. In dieser Zeit kann es passieren, dass die Beschwerden kurzzeitig schlimmer werden oder sich Muskelkater einstellt. Das lässt sich in einigen Fällen leider nicht vermieden, aber dran bleiben lohnt sich.

Kann man ein Nackenstützkissen waschen?

Die meisten dieser Kissen sind nicht waschbar. Es gibt einige wenige Ausnahmen, aber im Normalfall lässt sich der Schaumstoffkern des Kissens nicht waschen. Dafür können Sie die Schutzhülle bei den meisten Kissen sehr einfach abnehmen und waschen. Ideal ist es, wenn die Kissenhülle bei 60 °C waschbar ist.

Welche bekannten Hersteller gibt es?

Neben vielen neuen und sehr guten Herstellern gibt es aber auch die Firmen die bereits eine langjährige Historie in Sachen Nackenstützkissen haben.

Hier die wichtigsten Hersteller im Überblick (einige davon habe ich auch bereits erwähnt):

  • Tempur (Tempur Millennium)
  • Elsa (Elsa Der Klassiker)
  • Sissel/Novacare (Sissel Classic)
  • Paradies (Paradies reVita® Ergonomic)
  • Röwa (Röwa Nackenstützkissen)
  • Billerbeck (Billerbeck Novum)
  • Dormabell (Dormabell Cervical)
  • Diamona (Diamona Climatic)
  • Theraline (Theraline Pearlfusion)
  • IKEA (IKEA Rölleka)

Wenn Sie im Netz auf der Suche nach einen passenden Kissen sind und bei meinen Empfehlungen nicht das richtige Kissen dabei war, dann hilft Ihnen vielleicht diese Liste wichtiger Hersteller und je einem sehr guten und bekannten Nackenkissen.

Was, wenn das Nackenstützkissen nicht hilft?

Die Gründe für Nackenschmerzen sind oft vielfältig, meist ist leider nicht nur eine Sache an den immer wiederkehrenden Problemen schuld.

Sie sollten also auf jeden Fall, zusätzlich zu dem Kauf eines neuen Kissens, auch immer auf Ursachenforschung gehen. Ein Nackenstützkissen ist aber auf jeden Fall ein guter Anfang das Problem in den Griff zu bekommen.

Achten Sie darauf wo und wann Sie Ihren Nacken überstrapazieren und versuchen Sie diese Situationen zu entschärfen und kontrollieren Sie auch einfach mal den Zustand und das Alter Ihrer Matratze oder des Lattenrost den Sie verwenden.

Hier finden Sie einige Tipps gegen Nackenschmerzen die mir super geholfen haben.

Hinweis: Auch wenn Nackenkissen einen erheblichen Einfluss auf verschiedene Beschwerden haben gilt: Sollten Sie unter starken Schmerzen oder einer chronischen Erkrankung leiden, dann begeben Sie sich bitte in die Hände eines Facharztes und suchen Sie nicht im Internet nach Antworten.

Fazit

Ein Nackenkissen kann Nackenschmerzen und Rückenschmerzen vorbeugen und vorhandene Beschwerden lindern, indem es für eine gesunde und ergonomische Liegeposition sorgt.

Zwei wichtige Punkte sollten aber immer beachtet werden. Zum einen kann das Nackenstützkissen nur im Zusammenspiel mit einer guten Matratze für Linderung sorgen bzw. ein gutes Nackenstützkissen kann keine alte und unpassende Matratze ausgleichen. Noch viel wichtiger ist aber, dass das Kissen passend zu Statur und Schlafgewohnheiten ausgewählt wird. Besonders die Höhe des Kissens und die Stützkraft sind passend zur Schlafposition zu wählen.

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