Nackenstützkissen Test: Die besten Modelle für schmerzfreien Schlaf

Nackenkissen können effektiv Beschwerden im Nacken-, Schulter- und Rückenbereich lindern. Ich teste seit über 20 Jahren Nackenkissen und auf dieser Seite finden Sie meine Favoriten und Testsieger. Die Auswahl der Produkte basiert auf meinen eigenen, unabhängigen Erfahrungen und in diesem Artikel helfe ich Ihnen, das beste Nackenkissen für Ihre Bedürfnisse zu finden.

Ein Wort zur Unabhängigkeit: Diese Seite ist für mich eine Herzensangelegenheit. Die Produkte, die Sie hier finden, würde ich genauso meiner Familie oder engen Freunden empfehlen. Einige davon habe ich selbst jahrelang genutzt, andere ausgiebig getestet. Was Sie hier nicht finden werden: Produkte, die ich nur empfehle, weil sie eine hohe Provision bringen.

Die besten Nackenkissen

Welches ist das beste Nackenkissen? Nach über 20 Jahren Erfahrung mit Nackenkissen kann ich Ihnen folgende Modelle uneingeschränkt empfehlen. Jedes dieser Kissen hat seine Stärken und ist für unterschiedliche Schlaftypen geeignet.

Third of Life Matar

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Das Third of Life Matar ist mein absolutes Lieblingskissen. Der besondere Memory Foam sorgt dafür, dass meine Halswirbelsäule sich sofort entspannt und mögliche Schmerzen und Verspannungen vermieden werden. Die perfekte Kombination aus Flexibilität und Komfort sowie das ausgezeichnete Preis-Leistungs-Verhältnis machen das Matar für mich zur klaren Nummer Eins.

Besonders gut für: Seiten- und Rückenschläfer mit mittleren bis breiten Schultern
Auszeichnung: Institut für Gesundheit und Ergonomie

UTTU Sandwich-Kissen

Man muss nicht unbedingt viel Geld ausgeben, um ein gutes Nackenkissen zu bekommen – das beweist das UTTU Nackenstützkissen eindrucksvoll. Mit seiner Form und den drei höhenverstellbaren Schichten bietet es alles, was man von einem hochwertigen Nackenkissen zur Linderung von Nackenbeschwerden erwartet.

Besonders gut für: Alle die erst mal ausprobieren wollen, ohne viel Geld auszugeben
Vorteil: Höhenverstellbar durch herausnehmbare Schichten

MaxxGoods Nackenstützkissen

Das MaxxGoods Nackenstützkissen bietet eine effektive Unterstützung im Bereich Nacken und Schultern. Dank der verbesserten Schlafhaltung konnte ich Kopfschmerzen und Verspannungen merklich reduzieren. Die Balance zwischen nicht zu weich und nicht zu fest ist für mich optimal, und der faire Preis überzeugt mich zusätzlich.

Besonders gut für: Seitenschläfer mit normaler Statur

Evergreenweb Nackenstützkissen

Das Evergreenweb Nackenstützkissen hat mich wirklich beeindruckt, da es nicht aus Memory Foam, sondern aus Latexschaum besteht. Dieses Material ist besonders interessant für Leute, die stark schwitzen und lieber etwas kühler liegen möchten. Wenn ich nachts viel und oft meine Schlafposition ändere, erweist sich der Latexschaum als spannende Option. Er passt sich sehr schnell an meine neue Schlafposition an. Memory Foam ist da deutlich träger.

Besonders gut für: Menschen die schwitzen oder häufig die Position wechseln
Vorteil: Latexschaum ist kühler und schneller anpassungsfähig

Tempur Shape

Über Jahre hinweg war mein bevorzugtes Nackenstützkissen der Vorgänger des Shape, das Tempur Original. Die neue Variante hat mich vollkommen überzeugt, denn sie kommt mit einem verbesserten Bezug, sorgt für eine bessere Luftzirkulation und leitet die Wärme effektiver ab. Mit diesen Verbesserungen hat das Tempur Shape für mich klar einen Spitzenplatz unter den besten Nackenkissen erobert.

Besonders gut für: Alle die bereit sind, in Premium-Qualität zu investieren
Vorteil: Beste Materialqualität und Langlebigkeit

Knerst Kissen für Bauchschläfer

Das Nackenkissen von Knerst ist speziell für Bauchschläfer gedacht und bietet dank seiner niedrigen Höhe von nur 6 cm genau so viel Unterstützung, dass es für Entspannung sorgen kann, ohne den Hals und Nacken zu überstrecken. Der thermoregulierende Bezug aus Bio-Baumwolle sorgt zusätzlich für ein angenehmes und trockenes Schlafklima.

Besonders gut für: Bauchschläfer (die einzige gesunde Option für diese Schlafposition)
Vorteil: Extra flach (6cm)

Nackenkissen Testsieger der Stiftung Warentest

Testsieger Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest hat in der Ausgabe 08/2025 insgesamt 14 Nackenkissen getestet – der erste große Test seit 2017. Die Ergebnisse sind durchaus interessant und decken sich in weiten Teilen mit meinen eigenen Erfahrungen. Das hier sind die aktuellen Testsieger 2025:

Emma Classic Stützkissen – Gesamtnote “gut (1,7)”

Das Emma Classic Stützkissen überzeugt mit seiner Kombination aus stützendem HRX-Schaum und adaptivem Memory Foam. Besonders praktisch finde ich die drei herausnehmbaren Schaumstoffschichten, mit denen sich das Kissen perfekt an jede Schlafposition anpassen lässt. Der offenporige Schaumkern sorgt zudem für gute Luftzirkulation.

Das Kissen kann auf drei verschiedene Arten genutzt werden: stützend, soft oder adaptiv – einfach durch Wenden. Erhältlich in 70×40 cm und 80×40 cm, mit waschbarem Polyesterbezug.

Centa-Star Comfort Exquisit – Gesamtnote “gut (2,1)”

Das Centa-Star Comfort Exquisit kenne ich bereits aus früheren Tests und es freut mich, dass es auch 2025 wieder gut abschneidet. Das höhenverstellbare Kissen mit Schaumkeilen lässt sich individuell anpassen. Der kombinierte Visko- und Latexkern sorgt für gute Luftzirkulation und reduziert nächtliches Schwitzen.

Das Kissen ist nach Oeko-Tex 100 zertifiziert und der Bezug ist bis 60 Grad waschbar – das ist mir persönlich sehr wichtig für die Hygiene.

Was Sie aus dem Test mitnehmen sollten

Die wichtigsten Erkenntnisse der Stiftung Warentest decken sich mit meinen langjährigen Beobachtungen:

  • Qualität hat ihren Preis: Gute Nackenkissen kosten zwischen 50 und 100 Euro. Billige Modelle können oft nicht mit der Stützkraft und Haltbarkeit mithalten.
  • Anpassbarkeit ist wichtig: Höhenverstellbare Modelle schneiden besser ab, weil sie sich an verschiedene Schlaftypen anpassen lassen.
  • Material macht den Unterschied: Memory Foam, Latex und kombinierte Materialien bieten die beste Unterstützung.
  • Luftzirkulation nicht vergessen: Besonders für Menschen, die nachts schwitzen, ist ein atmungsaktives Kissen entscheidend.

Brauche ich wirklich ein Nackenstützkissen?

Das ist wahrscheinlich die Frage, die mir am häufigsten gestellt wird. Die ehrliche Antwort: Kommt darauf an. Nicht jeder braucht zwingend ein Nackenstützkissen, aber die meisten Menschen würden davon profitieren.

Der Unterschied zu normalen Kopfkissen

Ein normales Kopfkissen ist in erster Linie dafür gedacht, bequem zu sein. Ein Nackenstützkissen hingegen ist dafür entwickelt, ergonomisch richtig zu sein. Und das ist oft – zumindest am Anfang – nicht dasselbe.

Eigenschaft Normales Kopfkissen Nackenstützkissen
Stützkraft über Nacht Lässt nach, besonders bei Daunen Bleibt konstant
Formstabilität Muss aufgeschüttelt werden Kehrt selbstständig in Form zurück
Anpassung Grobe Anpassung Präzise Konturierung
Typische Haltbarkeit 1-2 Jahre 3-5 Jahre
Waschbarkeit Oft komplett waschbar Nur Bezug waschbar
Geeignet für Gesunde ohne Beschwerden Alle, besonders bei Nackenproblemen
Eingewöhnung nötig Nein Ja, 1-3 Wochen
Investition 15-40€ 50-120€

Wann reicht ein normales Kissen?

Ein herkömmliches Kissen kann ausreichend sein, wenn Sie:

  • Morgens immer ausgeruht und ohne Verspannungen aufwachen
  • Keine Nacken- oder Rückenprobleme haben
  • Sehr flexibel in verschiedenen Positionen schlafen
  • Eine sehr weiche Matratze nutzen, in die Sie tief einsinken

Wenn all das auf Sie zutrifft – bleiben Sie bei Ihrem normalen Kissen. Aber mal ehrlich, die wenigsten Menschen können das von sich behaupten.

Wann macht ein Nackenstützkissen Sinn?

Ein orthopädisches Nackenkissen ist sinnvoll, wenn Sie:

  • Häufig mit Nacken- oder Schulterverspannungen aufwachen
  • Morgendliche Kopfschmerzen haben (besonders im Bereich Stirn und Schläfen)
  • Probleme mit der Halswirbelsäule haben
  • Unter Schnarchen oder leichter Schlafapnoe leiden
  • Viel am Computer arbeiten und präventiv etwas tun wollen
  • Über 35 Jahre alt sind (das Risiko für Nackenprobleme steigt)

Nackenstützkissen: Worauf kommt es beim Kauf an?

Bei so individuellen Produkten wie Nackenstützkissen sind Kaufberatung und richtige Informationen besonders wichtig. Sie sollten nicht blind das erstbeste Produkt kaufen. Die folgenden Punkte sind bei der Auswahl besonders wichtig:

1. Ihre Schlafposition bestimmt die Kissenhöhe

Die Schlafposition ist der wichtigste Faktor bei der Kissenwahl.

Nackenkissen für Seitenschläfer: Die meisten Menschen sind Seitenschläfer (60-80% je nach Umfrage). In dieser Position ist der Abstand zwischen Kopf und Matratze besonders hoch. Daher brauchen Seitenschläfer ein festes, hohes Nackenkissen.

Ideale Nackenkisen Höhe

Auch der Härtegrad der Matratze spielt eine Rolle. Auf einer harten Matratze sinken Sie mit der Schulter weniger tief ein als auf einer weichen Matratze. Besonders Menschen mit breiten Schultern müssen hier aufpassen, kein zu niedriges Kissen zu wählen.

Nackenstützkissen für Rückenschläfer: Verhältnismäßig wenige Menschen schlafen auf dem Rücken, obwohl die Rückenlage als die gesündeste Schlafposition gilt. Wenn Sie auf dem Rücken schlafen, reicht ein flaches Nackenstützkissen, das hauptsächlich dazu dient, den Kopf leicht zu stützen.

Ideal ist ein flaches, weiches und wellenförmiges Nackenstützkissen, das die natürliche S-Form der Wirbelsäule unterstützt. Das Kissen sollte auf keinen Fall zu hoch sein – das kann zu einem Überstrecken des Nackens führen. Perfekt liegen Sie, wenn Sie gerade zur Decke schauen können.

Bestens geeignet sind hier übrigens höhenverstellbare Nackenkissen, denn sie lassen sich leicht in der Höhe reduzieren.

Bauchschläfer brauchen ein besonderes Kissen: Das Schlafen in der Bauchlage hat quasi keine Vorteile für den Nacken. Um den Nacken nicht zusätzlich zu belasten, sollten Bauchschläfer zu einem möglichst flachen Kissen greifen, das explizit für Bauchschläfer geeignet ist (wie das Knerst Kissen oben).

2. Die richtige Höhe ermitteln

Als Faustregel gilt: Je breiter die Schultern und desto härter die Matratze, desto höher muss auch das Nackenkissen sein. Umgekehrt nutzen Sie ein niedriges Kissen bei schmalen Schultern und/oder einer weichen Matratze.

Sie können es auch ganz genau machen und die richtige Höhe für Ihr Nackenkissen messen.

3. Die Wahl des richtigen Materials

Als Material für orthopädische Nackenkissen eignet sich bis auf wenige Ausnahmen Schaumstoff. Es kommen verschiedene Schaumstoffe mit teilweise sehr eigenen Eigenschaften zum Einsatz:

Memory Foam (Viskoschaum): Das am häufigsten anzutreffende Material. Der Viscoschaum reagiert auf Körperwärme und passt sich den Konturen des Schläfers an. Erkaltet das Kissen, nimmt es wieder seine ursprüngliche Form an – der sogenannte Memory Effekt.

Latex: Latexkissen sind weicher als die meisten anderen Materialien, dabei aber trotzdem sehr formstabil und haben eine hohe Punktelastizität. Latex eignet sich besonders gut für Menschen die schwitzen oder häufig die Position wechseln, da es schneller reagiert als Memory Foam.

Gelschaum: Gelschaum ist sehr atmungsaktiv und passt sich in kürzester Zeit an die Konturen von Kopf und Nacken an. Das Material reagiert deutlich schneller auf Positionsänderungen als Viskoschaum und eignet sich so sehr gut für unruhige Schläfer.

Kaltschaum: Nackenkissen aus Kaltschaum sind sehr formstabil und belastbar. Der Schaumstoff wird nach dem Aushärten gewalzt, um die Poren aufzubrechen und so ein atmungsaktives, formstabiles Material zu bekommen.

Natürliche Füllungen: Kissen mit Dinkelfüllung oder anderen Körnern stützen ähnlich gut wie Schaumstoffe, sind aber nicht jedermanns Fall, denn sie rascheln sehr stark.

Was alle Kissen unabhängig vom Material gemeinsam haben: Sie nutzen einen waschbaren Bezug, um das Kissen zu schützen.

4. Höhenverstellbare Kissen: Ein großer Vorteil

Ein Nackenkissen mit abnehmbaren Schichten bietet ein personalisiertes Schlaferlebnis. Durch einfaches Hinzufügen oder Entfernen von Schichten können Sie die Höhe und Festigkeit anpassen. Das ist besonders praktisch, wenn:

  • Sie verschiedene Schlafpositionen nutzen
  • Sie eine neue Matratze kaufen
  • Sich Ihre körperlichen Bedürfnisse im Laufe der Zeit ändern
  • Sie erst herausfinden müssen, welche Höhe optimal für Sie ist

5. Zertifikate und Materialqualität beachten

Zertifikate sind eine tolle Möglichkeit sicher zu gehen, dass das Produkt schadstofffreie Textilien verwendet. Das wichtigste Zertifikat ist der Ökotex 100 Standard. Ein Kissen, das nach diesem Standard zertifiziert wurde, ist garantiert frei von Schadstoffen.
Achten Sie auch auf Details wie:

  • Reißverschlüsse: Sie sollten nicht in die Haut stechen
  • Nähte: Starke Nähte sorgen für Langlebigkeit
  • Stoffgefühl: Der Bezug sollte sich weich anfühlen
  • Waschbarkeit: Ein waschbarer Bezug ist wichtig für die Hygiene

6. Preis-Leistungs-Verhältnis

Nackenstützkissen gibt es von knapp 20 Euro bis zu mehreren hundert Euro. Ich konzentriere mich hauptsächlich auf Kissen aus dem preislichen Mittelfeld zwischen 50 und 80 Euro, denn hier habe ich die besten Erfahrungen gemacht.

Wer nur 15 Euro für ein Nackenkissen ausgeben will, muss auch damit rechnen die entsprechende Qualität zu bekommen. Das klingt hart, aber ich habe die Erfahrung selber so gemacht. Außerdem sind billige Schaumstoffkissen oft stark mit Schadstoffen belastet. Rechnen Sie mal durch:

  • 80€-Kissen, hält 5 Jahre = 16€ pro Jahr
  • 30€-Kissen, hält 1,5 Jahre = 20€ pro Jahr

Qualität zahlt sich also buchstäblich aus – und für Ihre Gesundheit sowieso.

7. Rückgabebedingungen und Probezeit

Viele Hersteller bieten eine Probezeit für ihre Nackenkissen an – von 30 bis zu 100 Nächten. Das ist wichtig, denn Sie brauchen mindestens 2-3 Wochen um zu beurteilen, ob das Kissen wirklich zu Ihnen passt. Achten Sie darauf:

  • Wie lang ist die Probezeit?
  • Gibt es eine volle Rückerstattung?
  • Wer trägt die Versandkosten bei der Rücksendung?
  • Gibt es Wiederauffüllungsgebühren?

Die ersten Wochen: So gewöhnen Sie sich ans Nackenkissen

Jetzt muss ich Ihnen mal was Wichtiges sagen: Die ersten Nächte mit einem neuen Nackenstützkissen können hart sein. Ich weiß noch genau, wie ich nach der ersten Nacht dachte “Was hab ich mir da bloß gekauft?” Der Nacken fühlte sich steif an, das Kissen kam mir viel zu hart vor und bequem war was anderes.

Aber – und das ist wichtig – das ist völlig normal und sogar ein gutes Zeichen. Warum tut der Nacken am Anfang weh?

Ihre Nackenmuskulatur hat sich jahrelang an eine falsche Liegeposition gewöhnt. Jetzt wird sie plötzlich in die ergonomisch richtige Position gebracht. Das ist ähnlich wie Muskelkater nach dem ersten Training – ein Zeichen dafür, dass etwas passiert. Damit die ersten Wochen nicht zur Qual werden, kommt hier meine Plan für die ersten drei Wochen.

Woche 1: Die Anpassungsphase

In der ersten Woche registriert Ihr Körper die neue Liegeposition. Was können Sie erwarten?

  • Leichter Muskelkater im Nacken (völlig normal!)
  • Das Gefühl, das Kissen sei zu hart oder zu hoch
  • Unruhigerer Schlaf als gewohnt
  • Vielleicht sogar leichte Kopfschmerzen

Was sollten Sie tun?

Nutzen Sie das Kissen jede einzelne Nacht – nicht nach zwei Nächten aufgeben! Falls Ihr Kissen höhenverstellbar ist, entfernen Sie eine Schicht und achten Sie auf die Veränderung. Tagsüber können leichte Nackenübungen helfen und eine warme Dusche vor dem Schlafen entspannt die Muskulatur.

Woche 2: Die Gewöhnungsphase

In der zweiten Woche beginnt sich die Muskulatur anzupassen. Die Beschwerden werden weniger, aber das Kissen fühlt sich noch nicht perfekt an. Das ist der Punkt, an dem viele aufgeben – aber genau jetzt wird es besser.

Was sollten Sie tun?

Experimentieren Sie mit der Kissenhöhe (falls verstellbar). Achten Sie darauf, dass die hohe Rolle wirklich unter dem Nacken liegt und
führen Sie ein kurzes Schlaftagebuch: Wie war die Nacht? Wie fühlt sich der Nacken an?

Woche 3+: Die Wohlfühlphase

Ab der dritten Woche hat sich Ihr Körper in den meisten Fällen an die ergonomische Position gewöhnt. Die meisten meiner Leser berichten ab jetzt von deutlich besserem Schlaf.

Zeichen, dass das Kissen passt:

Sie wachen ausgeruht auf und haben keine Verspannungen mehr. Sie schlafen schneller ein und das neue Kissen fühlt sich natürlich und bequem an.

Wenn es nach 3 Wochen immer noch nicht passt

Manchmal ist das Kissen einfach nicht das richtige. Anzeichen:

  • Zu hoch: Sie schauen nachts zur Decke statt gerade aus
  • Zu niedrig: Ihr Kopf kippt nach unten
  • Zu hart: Druckstellen am Kopf
  • Zu weich: Kopf sinkt zu tief ein

In diesem Fall: Nutzen Sie das Rückgaberecht und probieren Sie ein anderes Modell. Manchmal machen schon 2-3 cm Höhenunterschied den kompletten Unterschied.

Pflege und Haltbarkeit: Wann ist ein Wechsel fällig?

Auch hochwertige Nackenkissen haben eine begrenzte Lebensdauer. Das Material ermüdet über die Jahre und verliert an Stützkraft.

Haltbarkeit nach Material

Je nach Material gibt es unterschiedliche Lebensdauern:

  • Memory Foam / Viskoschaum: 3-5 Jahre
  • Latex: 5-7 Jahre (hält am längsten)
  • Gelschaum: 4-6 Jahre
  • Körnerfüllungen: 2-3 Jahre

5 Zeichen, dass ein Wechsel fällig ist

1. Sichtbare Verformungen: Drücken Sie mal mit der Faust in die Mitte des Kissens. Wenn die Delle auch nach ein paar Stunden noch da ist, ist das Material müde.

2. Rückkehr der Beschwerden: Sie haben jahrelang super auf dem Kissen geschlafen und plötzlich sind die Nackenschmerzen wieder da? Das liegt oft daran, dass das Kissen seine Stützkraft verloren hat.

3. Geruchsentwicklung: Ein muffiger Geruch, der auch nach dem Lüften nicht weggeht, deutet auf Bakterien oder Pilze im Schaumstoff hin.

4. Materialermüdung: Wenn der Schaumstoff an den Rändern bröckelt oder kleine Risse zeigt, ist das Ende erreicht.

5. Allergie-Symptome: Falls Sie allergisch auf Hausstaubmilben reagieren, sollten Sie das Kissen alle 2-3 Jahre wechseln, auch wenn es noch gut aussieht.

Pflege verlängert die Lebensdauer

  • Bezug wöchentlich bei 60°C waschen (tötet Milben ab)
  • Kissen täglich auslüften (nicht sofort das Bett machen)
  • Einmal im Monat in die Sonne legen (UV-Licht tötet Bakterien)
  • Nie in der Waschmaschine waschen (zerstört den Schaumstoff!)
  • Alle 6 Monate absaugen (gegen Milben)

Die verschiedenen Formen von Nackenstützkissen

Nackenkissen gibt es in verschiedenen Formen, die jeweils ihre Vor- und Nachteile haben.

Wellenförmige Nackenstützkissen

Die meisten Modelle nutzen die markante Wellenform und sind so besonders leicht als orthopädische Nackenkissen zu erkennen. Diese Kissen haben in der Regel eine hohe und eine tiefe Seite und in der Mitte befindet sich eine Mulde für den Kopf. Diese Form hilft besser als jedes andere Kissen dabei, den Kopf und die Wirbelsäule in eine anatomisch korrekte Position zu bringen.

Wellenförmige Nackenstützkissen eignen sich besonders gut für Seitenschläfer. Wenn es sich um ein höhenverstellbares Modell handelt, auch für Rückenschläfer.

Das Schmetterlingskissen

Ich würde diese Art der Nackenkissen ja eher als X-förmige Kissen bezeichnen, aber der Begriff Schmetterlingskissen ist der, unter dem diese Kissen bekannt sind.

Für Bauchschläfer bieten die Schmetterlingskissen den Vorteil, dass die Arme um das Kissen geschlungen werden können. Die Ausbuchtungen lassen sich auch ideal als Platz für die Schulter eines Seitenschläfers nutzen.

Rechteckige Nackenkissen

Durch das Fehlen der Wellen wird das rechteckige Nackenkissen zu einer Art Allrounder für alle Schlafpositionen, denn es kann von Seiten-, Bauch- und Rückenschläfern genutzt werden. Nur auf die passende Höhe sollten Sie bei der Auswahl achten.

U-förmige Nackenkissen (Reisekissen)

U-förmige Nackenkissen sind ideal für Reisende. Indem sie sich um den Nacken legen, helfen sie, eine ergonomische Haltung beim längeren Sitzen beizubehalten. Diese Kissen sind aber kein Ersatz für ein richtiges Nackenstützkissen zum Schlafen.

Wie liege ich richtig auf dem Nackenkissen?

Richtig auf einem Nackenstützkissen liegen

Hat Ihr Nackenkissen zwei unterschiedlich hohe Nackenrollen, ist es grundsätzlich so, dass die höhere Rolle unter den Hals kommt. Der Kopf ruht in der Mulde zwischen den beiden Wölbungen.

Es gibt auch Kissen, die haben zwei identisch hohe Wellen. Bei einem solchen Kissen macht es natürlich keinen Unterschied, welche Seite unter dem Hals liegt.

Sollten Sie feststellen, dass die höhere Seite unangenehm unter dem Hals ist und drückt, dann spricht auch nichts dagegen, das Nackenkissen umzudrehen und die flachere Seite unter den Hals zu legen.

Häufige Fragen (FAQ)

Für wen sind ergonomische Nackenstützkissen geeignet?

Grundsätzlich eignen sich Nackenkissen für jeden, der seinen Schlaf verbessern will und seinen Nacken- und Schulterbereich entlasten möchte. Das passende Nackenkissen sorgt für eine ergonomische Lagerung des Kopfes und entlastet Schultern und Nacken. So können diese Kissen einen positiven Einfluss auf Schlafstörungen, Kopfschmerzen und bereits bestehende Verspannungen haben. Sie können auch präventiv genutzt werden, damit Probleme gar nicht erst entstehen.

Wie lange dauert es, bis ein Nackenkissen nach dem Auspacken seine Form zurückerlangt?

Wenn Sie ein Nackenkissen auspacken, kann es einige Stunden dauern, bis es sich nach dem Komprimieren zur Verpackung vollständig ausdehnt. In der Regel dauert es 4 bis 24 Stunden. Memory Foam Kissen benötigen oft etwas länger. Sanftes Kneten oder Schütteln des Kissens kann den Prozess manchmal beschleunigen.

Ist ein Nackenkissen sinnvoll?

Wenn Sie häufig schlecht schlafen und morgens mit Verspannungen, Nacken- oder Schulterschmerzen aufwachen, dann deutet das auf ein falsches Kopfkissen hin. Oft bleibt der Hals und Nacken den ganzen Tag unbeweglich und fühlt sich blockiert an. Kopfschmerzen, Schwindel und Benommenheit können Nebenwirkungen von Nackenverspannungen sein. Deckt sich diese Beschreibung in etwa mit Ihrem Tagesablauf, dann kann ein Nackenstützkissen mit seiner entlastenden Wirkung eine sinnvolle Idee sein.

Wie unterscheiden sich Nackenstützkissen von anderen Kissen?

Nackenstützkissen wurden speziell dafür entwickelt, den Kopf in der bestmöglichen Position zu stützen und so die Nackenmuskulatur zu entlasten. Normale Kissen können das nicht. Zum einen haben sie oft nicht genügend Stützkraft und auch nicht die passende Füllung, um den Kopf die ganze Nacht zu stützen. Das Resultat ist, dass der Kopf abknickt, die Wirbelsäule verdreht wird und die Nackenmuskulatur verspannt. Wenn Sie mich fragen, dann ist die Antwort klar: Nackenkissen sind die besseren Kissen.

Welches Nackenstützkissen empfehlen Orthopäden?

Eine direkte Empfehlung eines speziellen Kissens wird wohl eher kein Orthopäde aussprechen, wie bereits erwähnt sind Nackenkissen zu speziell und müssen passend zum Schläfer und der Schlafposition ausgewählt werden. Es findet sich allerdings ein Statement, in dem der Deutsche Orthopäden-Verband erklärt: „Aus orthopädischer Sicht sind Nackenstützkissen grundsätzlich empfehlenswert. Wer diese verwende, sollte darauf achten, dass der Körper in Rücken- oder Seitenlage mit der Halswirbelsäule eine Gerade bildet”.

Wie schnell verschwinden meine Verspannungen?

Nackenstützkissen wirken ab der ersten Nacht gegen Verspannungen und Nackenschmerzen. Es kann aber gut sein, dass Ihr Körper eine gewisse Zeit braucht, sich an das neue Nackenkissen zu gewöhnen. Die Gewöhnung dauert zwischen drei Tagen und drei Wochen. In dieser Zeit kann es passieren, dass die Beschwerden kurzzeitig schlimmer werden oder sich Muskelkater einstellt. Das lässt sich in einigen Fällen leider nicht vermeiden, aber dranbleiben lohnt sich.

Kann man ein Nackenstützkissen waschen?

Die meisten dieser medizinischen Kissen sind nicht waschbar. Es gibt einige wenige Ausnahmen, aber im Normalfall lässt sich der Schaumstoffkern des Kissens nicht waschen. Dafür können Sie den abnehmbaren Bezug bei den meisten Kissen sehr einfach entfernen und in die Waschmaschine geben. Ideal ist es, wenn die Kissenhülle bei 60 Grad waschbar ist.

Muss ich einen speziellen Kissenbezug für mein Nackenkissen kaufen?

Nein, die meisten Nackenkissen haben bereits einen abnehmbaren Bezug dabei. Ich ziehe trotzdem immer noch einen normalen Kissenbezug darüber – erstens wasche ich den wöchentlich bei 60°C (gegen Milben), zweitens fühlt sich das angenehmer an. Wichtig: Der Bezug sollte nicht zu dick sein, sonst verändert er die Form des Kissens. Ich nutze ganz normale, dünne Baumwollbezüge in 40x80cm und das funktioniert perfekt.

Was mache ich, wenn das Kissen nach dem Auspacken einen chemischen Geruch hat?

Das ist bei neuen Schaumstoffkissen leider normal – das nennt sich “Ausgasung” und kommt von der Produktion. Was ich immer mache: Bezug ab, Kissen für 24-48 Stunden an die frische Luft oder ans offene Fenster legen. Der Geruch verfliegt komplett. Falls der Geruch nach einer Woche immer noch da ist, würde ich das Kissen zurückschicken. Bei guten Herstellern mit Ökotex-Zertifikat ist das aber sehr selten.

Warum tut mir der Nacken nach der ersten Nacht mit dem Nackenkissen weh?

Das ist tatsächlich völlig normal und sogar ein gutes Zeichen! Ihre Nackenmuskulatur hat sich jahrelang an eine falsche Liegeposition gewöhnt. Jetzt wird sie in die korrekte, ergonomische Position gebracht – das ist ähnlich wie Muskelkater nach dem ersten Fitnesstraining. Diese Anpassungsschmerzen verschwinden typischerweise nach 3-7 Tagen. Bei mir persönlich hat es damals etwa eine Woche gedauert, bis es sich natürlich angefühlt hat. Wenn die Schmerzen länger anhalten oder sogar schlimmer werden, ist das Kissen vermutlich zu hoch oder zu niedrig für Sie.

Kann ich mit einem Nackenkissen in jeder Position schlafen?

Das kommt ganz auf das Kissenmodell an. Die klassischen wellenförmigen Nackenstützkissen sind hauptsächlich für Seiten- und Rückenschläfer gedacht. Wenn Sie nachts häufig Ihre Position wechseln, empfehle ich Ihnen eher ein rechteckiges Modell ohne die ausgeprägte Wellenform oder ein Gelschaum-Kissen, das sich schneller an neue Positionen anpasst. Für reine Bauchschläfer sind die meisten Nackenstützkissen leider nicht geeignet – die brauchen ein sehr flaches Spezialkissen.

Hilft ein Nackenkissen bei einem Bandscheibenvorfall der HWS?

Ein Nackenkissen allein heilt keinen Bandscheibenvorfall, das möchte ich ganz klar sagen. Aber es kann die Heilung unterstützen und die Schmerzen lindern. Die entlastende Lagerung der Halswirbelsäule nachts ist bei HWS-Problemen extrem wichtig. Ich hatte selbst mal Probleme mit einem Facettensyndrom und das Nackenkissen war Teil meiner Behandlung – zusammen mit Physiotherapie und gezielten Übungen. Sprechen Sie auf jeden Fall vorher mit Ihrem Orthopäden oder Physiotherapeuten über die richtige Kissenhöhe und -art.

Was, wenn das Nackenstützkissen nicht hilft?

Die Gründe für Nackenschmerzen sind oft vielfältig, meist ist leider nicht nur eine Sache an den immer wiederkehrenden Problemen schuld. Sie sollten also auf jeden Fall, zusätzlich zu dem Kauf eines neuen Nackenkissens, auch immer auf Ursachenforschung gehen. Ein Nackenstützkissen ist aber auf jeden Fall ein guter Anfang, das Problem in den Griff zu bekommen.

Achten Sie darauf, wo und wann Sie Ihren Nacken überstrapazieren und versuchen Sie, diese Situationen zu entschärfen. Kontrollieren Sie auch einfach mal den Zustand und das Alter Ihrer Matratze oder des Lattenrosts, den Sie verwenden. Hier finden Sie einige Tipps gegen Nackenschmerzen, die mir super geholfen haben.

Warum Sie mir trauen können

Ich kann gut verstehen, warum Sie Empfehlungen im Internet kritisch gegenüberstehen – mir geht es genau so und wenn es um meine Gesundheit geht, sowieso. Ich schlafe schon sehr lange auf allen möglichen Arten von Nackenkissen und habe diese Seite genau deswegen gegründet: Um meinen Lesern die besten, unabhängigen Informationen zu bieten.

  • Die Auswahl der empfohlenen Produkte ist unabhängig
  • Ich schlafe seit mehr als 20 Jahren auf Nackenkissen
  • Ich habe eine Vielzahl von Kissen und anderen Produkten getestet
  • Ich informiere mich ständig über neue Produkte und Entwicklungen
  • Ich überarbeite und aktualisiere meine Ratgeber ständig
  • Ich würde jedes der Produkte meinen Freunden oder meiner Familie empfehlen
  • Ich bin immer bereit, mich zu verbessern – falls Ihnen also etwas aufgefallen ist, melden Sie sich gerne bei mir

Fazit

Ein ergonomisches Nackenstützkissen kann Nackenschmerzen und Rückenschmerzen vorbeugen und vorhandene Beschwerden lindern, indem es für eine gesunde Liegeposition sorgt.

Zwei wichtige Punkte sollten aber immer beachtet werden: Zum einen kann das Nackenstützkissen nur im Zusammenspiel mit einer guten Matratze für Linderung sorgen – ein gutes Nackenstützkissen kann keine alte und unpassende Matratze ausgleichen. Noch viel wichtiger ist aber, dass das Kissen passend zu Statur und Schlafgewohnheiten ausgewählt wird. Einfach nur den Testsieger zu kaufen, reicht oft nicht aus. Besonders die Höhe des Kissens und die Stützkraft sind passend zur Schlafposition zu wählen.

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