Nackenverspannungen durch Stress und psychische Belastung

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Stress ist ein häufig unterschätzter Auslöser für verschiedene Beschwerden und Erkrankungen.

Wer über einen längeren Zeitraum unter mäßigem bis starkem Stress leidet, ist häufig von unterschiedlichen Beschwerden betroffen.

Eines der Symptome, welches am häufigsten auftritt, ist die Verspanntheit des Nackenbereichs. Diese Nackenverspannungen können sehr unangenehm sein und weitere Symptome mit sich bringen.

Da diese Symptome, verbunden mit dem Stress, eine sehr große Belastung darstellen können, ist es wichtig, etwas dagegen zu unternehmen.

Es gibt einige Möglichkeiten zur Selbsthilfe, mit denen die Betroffenen ihre Beschwerden verbessern und die Lebensqualität steigern können. Trotzdem ist es wichtig, bei starken Schmerzen, lang anhaltenden Schmerzen oder unspezifischen Beschwerden einen Arzt aufzusuchen und die Ursache abklären zu lassen.

Folgen von Nackenverspannungen durch Stress

Wer unter Nackenverspannungen leidet, spürt häufig nicht die Verspannung an sich, aber leidet unter Symptomen, die als Folge der Verspannungen auftreten.

Diese Beschwerden können sehr vielfältig und bei jedem unterschiedlich sein.

Es gibt viele Faktoren, die Stress im Alltag verursachen.

Zu diesen Faktoren gehören vor allem Probleme auf der Arbeit und psychische Belastung im privaten Umfeld. Die durch den Stress entstehenden Symptome haben zur Folge, dass der Betroffene durch sie noch mehr belastet wird und dadurch auf Dauer immer weniger belastbar ist.

Dadurch steigt der empfundene Stress noch mehr und die Symptome verstärken sich oder es können zusätzliche Beschwerden auftreten. Wird nichts dagegen unternommen, landen die Betroffenen häufig in einem Teufelskreis.

Deshalb ist es sehr wichtig, die Symptome ernst zu nehmen und frühzeitig etwas zu unternehmen. Doch dafür müssen die Betroffenen die entsprechenden Symptome kennen, die als Folge von Nackenverspannungen auftreten können.

Häufige Symptome von Nackenverspannungen

Nackenverspannungen können je nach Position und schwere der Verspannungen zu sehr unterschiedlichen Beschwerden führen, hier die wichtigsten.

Schwindel

Schwindel ist eines der häufigsten Symptome, welches in Verbindung mit Nackenverspannungen auftritt. Es gibt unterschiedliche Arten von Schwindel, die auftreten können. Zu diesen Arten gehören: Benommenheitsgefühle, Schwank- oder Drehschwindel.

All diese Arten des Schwindels können als Folge von Nackenverspannungen auftreten.

Am häufigsten tritt jedoch der Drehschwindel auf. Die Ursache für den Schwindel ist die Einschränkung von Rezeptoren, die für den Gleichgewichtssinn wichtig sind. Diese schicken elektrische Impulse an das Gehirn, damit das Gleichgewicht gehalten werden kann. Eine Großzahl von diesen Rezeptoren liegt jedoch in Bereichen, die besonders häufig von Verspannungen betroffen sind. Dazu gehören die Schultermuskulatur, die Nackenmuskulatur und die Kiefermuskulatur.

Bei Stress sind viele Menschen nicht nur innerlich angespannt. Diese Angespanntheit überträgt sich auf die entsprechenden Muskelgruppen.

Die Rezeptoren, die innerhalb dieser Muskelgruppen liegen, werden irritiert und senden falsche Impulse.

Dies kann dann zu Schwindel führen.

Mehr finden Sie mehr Lesestoff zum Thema Schwindel durch Nackenverspannungen.

Kopfschmerzen

Eine weitere sehr häufige Folgeerscheinung von Nackenverspannungen sind Kopfschmerzen.

Häufig treten diese Kopfschmerzen im Bereich des Hinterkopfs auf. Diese können sich in Form eines Stechens, Druckgefühls oder Pulsieren äußern.

Auch ein Ausstrahlen des Schmerzes ist möglich.

Durch Stress und die damit verbundene Anspannung wird die Nackenmuskulatur sehr häufig stark strapaziert.

Dadurch treten Verspannungen auf.

Diese Nackenverspannungen können zu einer Fehlhaltung führen, die die betroffenen Muskelstränge auf Dauer verkürzt. Diese Verkürzung hat zur Folge, dass die Nervenenden einem starken Druck ausgesetzt sind. Deshalb kommt es bei Nackenverspannungen häufig zu Kopfschmerzen.

Diese Art von Kopfschmerz wird auch als Spannungskopfschmerz bezeichnet.

Übelkeit

Übelkeit ist vielleicht nicht das erste Symptom, welches mit Nackenverspannungen verbunden wird, aber auch diese kann eine Folgeerscheinung der Verspannungen sein.

Die Halswirbelsäule ist sehr empfindlich.

An dieser Stelle laufen viele Nerven entlang, die für unterschiedliche Funktionen im Körper sorgen. Durch die Verspannungen können die Nerven in der Halswirbelsäule falsche Signale für unterschiedliche Körperfunktionen senden und dazu gehört auch Übelkeit.

Außerdem wird durch Stress die Gefahr für einen Migräneanfall gesteigert. In Folge einer Migräne kann ebenfalls Übelkeit auftreten. Gerade bei lang anhaltendem Stress ist dies keine seltene Kombination.

Ebenfalls kann auftretender Schwindel Ursache für Übelkeit sein.

Rückenschmerzen

Durch die Nackenverspannungen wird oftmals eine Schonhaltung eingenommen, um den Nacken vermeintlich zu entlasten oder andere Symptome zu lindern.

Diese Schonhaltung kann zu einer Mehrbelastung der Rückenmuskulatur oder auch zu einer falschen Belastung der Wirbelsäule führen.

Dadurch können als Folgeerscheinung von Nackenverspannungen ebenfalls Rückenschmerzen auftreten.

Nackenschmerzen

Sehr häufig gehen Nackenverspannungen mit Nackenschmerzen einher. Durch die Verspannungen verhärtet sich die Muskulatur im Nackenbereich. Die Muskeln werden nicht mehr vollständig mit Sauerstoff versorgt.

Treten einmal Schmerzen auf, kann eine daraus folgende Schonhaltung die Beschwerden sogar noch verschlimmern.

All das kann wiederum zu noch mehr Stress führen, was wiederum die Symptomatik verstärken kann. Es ist sehr schwer, diesen Teufelskreis aus Stress und dem daraus resultierenden Schmerz zu unterbrechen.

Deshalb ist eine Früherkennung sehr wichtig, um lang anhaltende Beschwerden zu vermeiden.

Bewegungseinschränkungen

Bewegungseinschränkungen sind nicht selten eine Langzeitfolge von Nackenverspannungen.

Treten zu den Verspannungen Schmerzen auf, kann dies einerseits zu einer Schonhaltung führen, die den Bewegungsfreiraum einschränkt. Andererseits werden durch Verspannungen die betroffenen Muskeln verkürzt, was ebenfalls zu Bewegungseinschränkungen in diesem Bereich führen kann.

Die Bewegungseinschränkungen treten vor allem im Kopfbereich auf. Der Kopf kann nicht mehr so weit zur Seite, nach vorn oder nach hinten bewegt werden.

Schlafstörungen

Schlafstörungen können ebenfalls als Folgeerscheinung von Nackenverspannungen auftreten.

Wer gestresst ist und unter Nackenverspannungen leidet, hat häufig auch eine flache oder gepresste Atmung. Dies geschieht dadurch, dass die Atemwege selbst verkrampft sein können.

Ebenfalls kann nächtliches Zähneknirschen auf einen verspannten Nacken zurückzuführen sein.

Ein schlechter bzw. unruhiger Schlaf sorgt zusätzlich dafür, dass sich die Nackenmuskulatur im Schlaf nicht ausreichend erholen kann und die Verspannungen verstärkt werden.

Gegen Nackenverspannungen die besonders NAchts so richtig an fahrt aufnehmen, ist ein Nackenkissen eine gute Möglichkeit für Entspannung zu sorgen.

Gegen den täglichen Stress hilft Bewegung

Bewegung ist eine sehr gute Möglichkeit um Stress abzubauen, Beschwerden zu lindern und erneuten Verspannungen vorzubeugen.

Durch Bewegung werden alle Muskeln stärker durchblutet und besser mit Sauerstoff versorgt.

Das regt die Selbstheilungskräfte der Muskeln an und sorgt auf Dauer dafür, dass sie beweglicher bleiben.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Entspannung. Diese ist nicht nur gegen den Stress an sich wichtig, sondern auch für die betroffene Muskulatur. Bewusste Entspannung kann dabei helfen, Stress zu reduzieren und Beschwerden zu lindern.

Sport

Sport hilft oftmals sehr gut gegen eine Vielzahl von Beschwerden. Er hilft dabei den Körper zu stärken, Stress abzubauen und fitter zu werden. Durch eine sportliche Betätigung werden alle beteiligten Muskeln besser mit Sauerstoff versorgt und Sport führt zusätzlich noch dazu, dass der Körper Endorphine ausschüttet, die zu einem Glückgefühl führen.

Bei sportlichen Aktivitäten sollte jedoch unbedingt darauf geachtet werden, keine Übungen auszuführen, die den Nacken- und Halsbereich zusätzlich belasten.

Dies kann zu einer Verschlimmerung der Symptomatik führen.

Yoga

Yoga ist sehr gut als sportliche Betätigung für stressbedingte Nackenverspannungen geeignet.

Es gibt spezielle Übungen, die helfen, die Nackenmuskulatur zu entspannen und langfristig zu stärken.

Yoga kann dabei helfen zu entspannen und den Stress langfristig zu reduzieren. Außerdem steigert Yoga das Körpergefühl und die Achtsamkeit. Dies kann in vielen unterschiedlichen Lebensbereichen hilfreich sein.

Progressive Muskelentspannung

Progressive Muskelentspannung wird auch häufig als progressive Muskelrelaxation (PMR) bezeichnet. Es ist ein Entspannungsverfahren, welchen von Edmund Jacobson entwickelt wurde. Es arbeitet mit bewusster An- und Entspannung gezielter Muskelgruppen, um einen Zustand tiefer Entspannung zu erzeugen.

Diese Technik kann, wenn sie einmal erlernt wurde, auch in unterschiedlichen Alltagssituationen angewendet werden, um Stress zu reduzieren.

Somit kann das Verfahren helfen, sowohl akute Beschwerden zu lindern, als auch einem erneuten Auftreten von Nackenverspannungen vorzubeugen.

Angst und Depressionen als Auslöser?

Angst und Depressionen können ebenfalls Auslöser für Nackenverspannungen sein.

Diese psychischen Erkrankungen brauchen oft eine gewisse Zeit, um sich zu entwickeln. Die Betroffenen verspüren oft über einen langen Zeitraum ein seelisches Ungleichgewicht. Dies geht mit lang anhaltendem seelischen Stress einher, der ebenfalls zu Nackenverspannungen führen kann.

Eine Angst- oder Panikstörung äußert sich oft mit einer Verspannung des Nackenbereichs, da der Körper des Betroffenen sowohl in akuten Angstsituationen ständig angespannt ist, als auch in Phasen, in denen er sich eigentlich erholen sollte.

Genauso sorgen Depressionen für einen dauerhaften negativen Stress. Depressionen haben einen starken Einfluss auf den Hormonhaushalt, was sich auch auf unterschiedliche Organe auswirkt. Diese biochemischen Prozesse können beispielsweise Nackenverspannungen zur Folge haben.

Ab wann zum Arzt?

Ein Arzt sollte immer dann aufgesucht werden, wenn die Beschwerden besonders stark sind oder über einen längeren Zeitraum anhalten.

Da es sich um sehr belastende Symptome und Beschwerden handelt, sind die Betroffenen oft in ihrem Alltag beeinträchtigt.

Diese Beeinträchtigung kann langfristig die Gefahr für ein Burn-out erhöhen, da der Betroffene über einen längeren Zeitraum gestresst ist und keine Möglichkeit hat, sich ausreichend zu erholen.


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