Häufige Ursachen und Gründe für starkes Schnarchen

Beim Schnarchen handelt es sich um ein Atemgeräusch, welches im Schlaf in den oberen Luftwegen von der Nase bis zu den Stimmbändern entstehen kann.

Meist hat das Schnarchen, das auch als Rhonchopathie bezeichnet wird, mehrere Ursachen zugleich, die sich meistens gegenseitig verstärken. Das Schnarchen ist eigentlich keine Krankheit, kann aber die Betroffenen und auch die Umgebung sehr stark belasten.

Wie entsteht Schnarchen?

Die charakteristischen Schnarchgeräusche können an mehreren Stellen in den oberen Atemwegen entstehen. Immer dann, wenn die Luft beim Atmen auf Widerstände trifft, führt dies zu einer recht lauten Vibration der Gewebe im Mund- und Rachenraum.

An den Engstellen der Atemwege, wie an dem Zungengrund, den Mandeln, dem Gaumensegel, an welchem das Zäpfchen hängt, entsteht das Schnarchgeräusch.

Wenn der Körper beim Schlafen entspannt und sich die Muskeln erschlaffen, dann wird der Rachenraum generell etwas enger. Liegt die Person zusätzlich auf dem Rücken, dann klappt der untere Kiefer nach unten und die Zunge rutscht in den Rachenraum und verengt hier die Atemwege.

Auch verdickte Mandeln oder eine große Zunge verkleinern den Rachenraum und führen somit zum Schnarchen.

Häufige Ursachen für Schnarchen

Beim einfachen Schnarchen und wie bei der obstruktiv-bedingten Apnoe ist die Zufuhr der Luft über die oberen Atemwege vermindert. Hinzu kommt es, da im Schlaf die Spannkraft der Muskeln nachlässt. Bei einem schnarchenden Menschen mit Schlafapnoe lässt die Spannkraft dieser Muskulatur stark nach, sodass die Atemwege durch diese erschlafften Muskeln stark verengt werden. Dies beeinträchtigt die Atmung und verursacht das Schnarchen.

Gründe für das Schnarchen können auch mögliche Infektionen der oberen Atemwege, wie um Beispiel Erkältungen, Schnupfen mit geschwollenen Nasenschleimhäuten, Nasennebenhöhlenentzündungen oder Allergien sein.

Vielfach geht eine Apnoe auf anatomische Ursachen zurück, welche im HNO-Bereich liegen. Dies können ein nach hinten fallender oder ein zu kleiner Unterkiefer, vergrößerte Mandeln oder eine vergrößerte Zunge, ein weicher und verlängerter Gaumen mit ausgedehntem Zäpfchen, erschlaffte Rachenwände und Nasenpolypen sein.

Weitere Ursachen für das Schnarchen sind chronische Entzündungen der Nasennebenhöhlen, vergrößerte Muscheln der Nase oder eine deformierte Nasenscheidewand sein.

In einigen Fällen können auch Tumore und Zysten im Bereich des Kehlkopfs zu einem Apnoe-Syndrom führen.

Starkes Übergewicht fördert außerdem die Atemstillstände im Schlaf. Unter anderem begünstigen Ablagerungen von Fett im Mund- und Rachenraum das Schnarchen und die Apnoen. Das gilt auch für das Schlafen in Rückenlage, Alkohol, Rauchen sowie die Einnahme von Schlafmitteln oder weiteren Medikamenten, welche den Atemantrieb vermindern. Auch in Folge von Herz- oder Lungen-Erkrankungen und eines falsch eingestellten Blutzuckers kann es zum Schnarchen oder zu einer Apnoe kommen.

Schnarchen bei Frauen

Viele Frauen schnarchen im Alter verstärkt, vor allem mit dem Beginn ihrer Wechseljahre. Ein Grund dafür ist die Veränderung des Hormonspiegels. Das Geschlechtshormon Östrogen sorgt generell für ein straffes Gewebe, was auch im Rachen der Fall ist. Je höher der Östrogenspiegel, desto höher ist die Serotoninkonzentration. Jener Botenstoff steuert die Muskeltätigkeit und vermindert das Erschlaffen des Gewebes. Generell lässt in der Menopause die Östrogenproduktion nach und das Gewebe im Rachenraum ermattet. So kann es im Schlaf zu starken Schnarchgeräuschen kommen.

Schnarchen bei Frauen tritt außerdem in der Schwangerschaft vermehrt auf. Hierbei lockert sich das Gewebe, um flexibel genug für die Geburt zu sein. Andererseits spielt die Gewichtszunahme eine entscheidende Rolle. Das zusätzliche Fett im Rachenraum verengt die oberen Atemwege und das Schnarchen wird dadurch begünstigt.

Beim Verspüren des hormonellen Ungleichgewichts können die betroffenen Frauen den Gynäkologen zu Rate ziehen und den Östrogengehalt im Blut bestimmen lassen. Mit bestimmten Nahrungsmitteln, welche reich an Phytoöstrogenen sind, kann die Östrogenproduktion angekurbelt werden. Dazu zählen zum Beispiel Erbsen, Sojaprodukte, Linsen, Leinsamen, Bohnen sowie Obst und Gemüse.

Kommt es zum Schnarchgeräusch zusätzlich zu Atemaussetzen, ist der Gang zum Facharzt auf jedem Fall nötig. Dieser kann ein Apnoe-Syndrom ausschließen und über Möglichkeiten der Behandlung sprechen.

Starkes Schnarchen nicht ignorieren

Schuld am typischen Schnarchgeräusch ist die Rachenmuskulatur, welche sich im Schlaf entspannt. Die ermattete Muskulatur verlegt teilweise die Atemwege und macht sich als ein wichtiges Hindernis im Strom des Atems bemerkbar. So entsteht das typische Schnarch-Geräusch, wenn die Patienten versuchen, durch die beklemmenden Atemwege Luft zu holen. Ungefähr 10 bis 30 Prozent der Erwachsenen schnarchen auf diese Weise sehr laut.

Die Atemaussetzer in der Nacht bei der Schlafapnoe (obstruktive Schlafapnoe) gefährden die Gesundheit der Menschen stark. Betroffenen Patienten besitzen ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck, Herzmuskelerkrankungen, Schlaganfall und Herzinfarkt. Zudem leiden viele Menschen unter Sodbrennen.

So verursachen Apnoe-Patienten häufiger Unfälle, weil diese durch den gestörten Schlaf tagsüber meistens müde sind und zum Schlafen neigen (etwa im Auto am Lenkrad).

Im Internet werden verschiedene Mittel gegen Schnarchen angeboten wie Schnarch-Schnuller, Schnarch-Sprays oder Schnarch-Lutschtabletten. Hierbei ist die Wirksamkeit bei keinem der Produkte bewiesen und zudem sind diese vermeintlichen Anti-Schnarch-Mittel sehr teuer.

Deshalb sollten Betroffene auf andere Maßnahmen setzen, um dem Schnarchen sicher entgegenzuwirken. Oft reichen schon einfache Maßnahmen, die diese selbst durchführen können. Bei Übergewicht ist das Abnehmen eine wirksame Methode gegen Schnarchen. Vor dem Schlafengehen sollte auf Alkohol verzichtet werden.

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