Häufige Ursachen von Nackenschmerzen finden sich meist im Alltag

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Ein steifer Hals, Hämmern im Kopf, Verspannungen: Mehr als jeder Zweite hat regelmäßig mit Nackenschmerzen zu tun.

Die Ursachen für Nackenschmerzen sind im Alltag leicht ausfindig zu machen.

Der starre Blick auf den Computerbildschirm, wieder mal zu wenig Zeit für Sport und das wichtige Projekt muss auch morgen fertig sein, ein Klassiker, den die komplexe Nackenmuskulatur irgendwann übel nimmt.

Der Hals- und Nackenbereich hat viel mehr Aufgaben, als den Kopf zu tragen.

Er ist eine aus vielen Einzelteilen zusammengesetzte wundersame Struktur und jedes dieser Einzelteile kann die Ursache für Nackenschmerzen sein.

Die häufigsten Übeltäter sind die Nackenmuskeln. Aber auch degenerativ veränderte Gelenke der Wirbelsäule, Osteoporose, Tumore der Schilddrüse oder Entzündungen im Rachen können Ursachen für Nackenschmerzen sein.

1. Bewegungsmangel

Muskeln sind auf Bewegung ausgelegt.

So logisch das klingt, so wenig wird es im Alltag oft beachtet.

Muskulatur, die nicht bewegt wird, wird weniger geschmeidig und verkürzt sich. Das führt zu Verspannungen, Bewegungseinschränkungen und Schmerzen.

Und damit beginnt häufig auch der Teufelskreis: Der Nacken wird noch weniger bewegt und die Beschwerden damit potenziert. Dabei ist die wirksamste Therapie von Bewegungsmangel denkbar einfach: Bewegung.

Auch wenn es schmerzt und unangenehm ist, nur so kann die Funktionalität der Nackenmuskulatur erhalten werden.

2. Ärger, Hektik, Druck: Wie Stress zu Nackenschmerzen führt

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Zu viel Stress führt sehr schnell zu starken Verspannungen im Nacken

„Die Zeit sitzt mir im Nacken“- und das tut sie nicht umsonst genau dort.

Psychischer Stress macht sich häufig zuerst an der Nackenmuskulatur bemerkbar, da die seelische Anspannung und ein erhöhter Adrenalinspiegel im Körper zu einem höheren Muskeltonus führen.

Die Zähne werden zusammengepresst, die Stirn in Falten gelegt, die Schultern nach oben gezogen.

Das Resultat sind häufig Nackenschmerzen.

3. Nackenschmerzen durch geschwächte Muskulatur

So wie schwache Beinmuskeln zu Beinschmerzen und schwache Rückenmuskeln zu Rückenschmerzen führen, endet auch eine schwache Nackenmuskulatur oft schmerzhaft.

Die Natur hat vorgesehen, dass wir aktiv sind.

Mit dem ganzen Körper!

Wird die Muskulatur nicht benutzt, verkümmert sie im Laufe der Zeit.

Aufgabe der Nackenmuskulatur ist der Balanceakt zwischen dem Abstützen der Halswirbelsäule bei gleichzeitig größtmöglicher Beweglichkeit für einen guten Rundum-Blick. Eine geschwächte Muskulatur belastet Wirbelsäule, Bandscheiben und die unzähligen Nerven, die sich in diesem Gebiet befinden.

4. Nackenschmerzen durch falsche Haltung

Ob Lümmeln auf der Couch oder der starre Blick in den Computer: Eine falsche Haltung nimmt der Nacken bald übel.

Die Muskulatur wird einseitig belastet und schmerzt.

Die falsche Höhe von Schreibtisch oder Bürostuhl, schiefes Stehen oder einseitig getragene Lasten können schnell zu Beschwerden führen.

Auch Übergewichtige oder Schwangere haben häufig mit Nackenschmerzen zu kämpfen.

Selbst in der vermeintlichen Entspannungsphase des Körpers lauern Tücken. Wer nachts mit abgeknicktem Nacken schläft, startet oft schon mit Nackenschmerzen in den Tag. Abhilfe schaffen speziell geformte Nackenkissen, die die Wirbelsäule entlasten.

5. Verspannungen als Ursache von Nackenschmerzen

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Das beste Hausmittel gegen Nackenverspannungen ist regelmäßige Bewegung

Durch monotone Bewegungen und die gleiche Kopfhaltung den ganzen Tag über verspannt sich die Nackenmuskulatur.

Sie wird weniger flexibel, verhärtet sich und kann sich nicht mehr richtig entspannen.

Meist beginnen die Beschwerden als Ziehen und Anspannung im Nacken. Im weiteren Verlauf können sich die Schmerzen auch auf Schultern oder Arme ausbreiten. Im Extremfall kann es zu einem sogenannten Hartspann der Muskulatur kommen.

So werden ausgeprägte Muskelverhärtungen bezeichnet, die häufig als kleine Knoten oder Knubbel im Muskel zu tasten sind.

Sie können sehr schmerzhaft sein.

Der Hartspann kann durch Überlastung, Verletzungen oder degenerative Erkrankungen entstehen. Auch ein verkrampfter Kiefer kann zu Verspannungen im Nacken führen. Wer also eine Fehlstellung des Gebisses hat oder mit den Zähnen knirscht, sollte dies als Ursache für Nackenschmerzen in Betracht ziehen.

Meistens sind Nackenschmerzen ungefährlich

Meistens kennt man seinen eigenen Körper so lange und so gut, dass man selbst weiß, woher Nackenschmerzen kommen.

Treten die altbekannten Verspannungen wieder einmal auf, ist das lästig, aber zunächst ungefährlich.

Aufpassen sollte man bei Beschwerden, die man nicht kennt oder die ungewohnt heftig sind und mit weiteren Begleiterscheinungen einher gehen.

Plötzliche Nackenschmerzen, die aus dem Brustbereich ausstrahlen und vielleicht auch Oberbauch, Rücken oder den linken Arm mit einbeziehen, können auf einen Herzinfarkt hindeuten.

Gehen die Nackenschmerzen mit Schwindel, hohem Fieber oder Bewusstseinstrübung einher, sollte an eine Meningitis, eine Hirnhautentzündung, gedacht werden.

In solchen Fällen ist ein zeitnaher Arztbesuch ratsam, ebenso wie bei Nackenschmerzen nach einem Trauma wie zum Beispiel einem Autounfall oder einem Sturz aus großer Höhe.

Chronischen Schmerzen vorbeugen

Für Nackenschmerzen gilt das Gleiche wie für alle anderen Schmerzen auch: Eine frühzeitige Behandlung kann die Chronifizierung der Schmerzen verhindern.

Wenn durch die Nackenschmerzen erst einmal der ganze Kopf und Rücken mit verspannt sind, ist die Behandlung deutlich schwieriger als bei einem frühen und gezielten Eingreifen.

Oft werden Nackenschmerzen zum Teufelskreis: Die schmerzbedingte Schonhaltung führt zu noch größeren Verspannungen und Fehlbelastungen, was die Nackenschmerzen letztlich immer weiter verschlimmert und in einen chronischen Zustand übergehen lässt.

Täglich Nackenschmerzen? Ab jetzt nicht mehr!

Auch wenn Nackenschmerzen in der Regel ungefährlich sind, können sie den Alltag stark beeinträchtigen.

Sie breiten sich häufig auch in Form von Kopf- oder Rückenschmerzen aus, können sogar zu Übelkeit, Schwindel oder Atembeschwerden führen.

Das muss aber nicht sein, da schon wenige Minuten einfaches Bewegungstraining Nackenschmerzen effektiv lindern können.

Dehn- und Lockerungsübungen wie Schulterkreisen, den Kopf zu allen Seiten drehen oder ein Auf-und-ab-Bewegen der Arme sind überall und ohne Hilfsmittel durchführbar.

Im Akutfall können auch eine Wärmflasche oder ein erfrischendes, schmerzstillendes Gel helfen.


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