Hilfsmittel gegen Schnarchen: Spreizer, Riemen und Weste

Kennen Sie das auch? Kaum sind Sie eingeschlafen, kommen von der anderen Seite des Bettes pfeifende und schnaufende Geräusche, die sich zu ohrenbetäubendem Lärm steigern und den eigenen Schlaf unmöglich machen.

Oder sind Sie gar selbst der Auslöser für die nächtliche Unruhe und ziehen sich regelmäßig den Zorn Ihres Partners zu?

Schnarchen kann nicht nur zu Missstimmung in der Beziehung führen, es kann auch ernsthafte gesundheitliche Beeinträchtigungen zur Folge haben.

Ab wann wird Schnarchen zum Problem?

In Untersuchungen hat man die folgenden Auslöser für das Schnarchen gefunden. Bei 30% der Betroffenen fällt die Zunge zurück und blockiert die Atemwege. Bei weiteren 20% senken sich das Gaumensegel und das Gaumenzäpfen in Richtung Zunge. Bei den restlichen 50% liegt eine Mischform dieser beiden Ursachen vor.

Durch den eingeschränkten Luftfluss beim Schnarchen kommt es zu Sauerstoffmangel im Blut. Dieser kann wiederum Schäden an den Blutgefäßen hervorrufen. Die Folgen sind Herzkreislauferkrankungen und eine mehr als doppelt so hohe Anfälligkeit für Schlaganfälle.

Besonders gefährlich wird es, wenn sich aus dem Schnarchen eine Schlafapnoe entwickelt. Dabei unterbricht der Atemfluss, und es kann zu bis zu 15 Atemaussetzern pro Stunde kommen. Menschen, die darunter leiden, haben ein höheres Risiko für Herzkreislauferkrankungen wie Bluthochdruck, Herzschwäche und Vorhofflimmern.

Hinzu kommt, dass die Betroffenen sich am Folgetage häufig unausgeruht und gerädert fühlen, selbst wenn sie sich ihrer nächtlichen Atemstörung nicht bewusst sind.

Doch was hilft gegen Schnarchen? Nachfolgend stellen wir Ihnen einige Hilfsmittel und Verhaltensregeln vor.

Nasenspreizer gegen Schnarchen

Auch wenn eine verstopfte Nase in den wenigsten Fällen die alleinige Ursache für das Schnarchen ist, spielt sie als Mitauslöser eine Rolle. Bei verhinderter Nasenatmung steht der Mund im Schlaf offen. Dabei verengt sich im Rachenbereich die Öffnung der Atemwege, und die Zunge wird beim Einatmen leichter gegen die Rachenhinterwand gesaugt. Aus diesem Grund ist es wichtig, die Nasengänge frei zu halten.

Der zu diesem Zweck entwickelte Nasenspreizer besteht aus zwei weichen Kunststoffbögen oder-röhrchen, die durch einen Steg miteinander verbunden sind. Die Bögen werden in die Nasenlöcher eingeschoben und weiten den Naseneingang und die Nasenflügel. Dadurch können die Nasengänge beim Einatmen nicht zusammenfallen, und die Atemwege bleiben frei zugänglich.

Kinnriemen gegen Schnarchen

Der Kinnriemen wirkt gegen das Schnarchen durch den offenen Mund. Eine Schlaufe aus elastischem Material wird um das Kinn gelegt und um den Kopf gebunden. Durch die Spannung wird der Unterkiefer stabilisiert, und das Kinn kann im Schlaf nicht nach unten fallen. So bleibt der Mund geschlossen.

Schlafweste gegen Schnarchen

Das Schlafen in der Rückenlage begünstigt das Schnarchen, weil dabei die Zunge besonders leicht zurückfällt und die Atemwege versperrt. Hier ist es also angebracht, die Liegeposition zu verändern. Bei der Umstellung helfen Stabilisierungselemente, die den Schlaf in der Rückenlage verhindern.

Bei der Schlafweste handelt es sich um eine Art Rucksack, den der Betroffene während der Nacht trägt. Dieser sorgt auf sanfte und effektive Weise für eine Schlafposition auf der Seite. Anders als andere Positionierungshilfen kann die Weste nicht verrutschen. Wichtig ist, dass die Schlafqualität nicht negativ beeinflusst wird. Daher sollte die Weste gut am Körper anliegen, ohne den Schlafenden einzuengen. Ein leichtes Material, das eine gute Luftzirkulation zulässt, verhindert das Schwitzen.

Anti-Schnarchkissen

Auch das Anti-Schnarchkissen soll den Schlaf in der Rückenlage verhindern. Dafür ist es speziell an die Form des Seitenschlafes angepasst. Eine Erhöhung in der Mitte sorgt dafür, dass der Kopf automatisch auf eine Seite fällt.

Für einen besseren Schlafkomfort haben manche dieser Kissen an der unteren Seite eine kleine Einbuchtung, die der Schulter eine angenehme Ablagefläche gibt.

Lebenswandel beachten

Manchmal kann auch ein Blick auf den Lebenswandel hilfreich sein. So sollten reichhaltige Mahlzeiten, Alkoholgenuss und, falls möglich, Beruhigungsmittel am Abend vermieden werden.

In manchen Fällen kann eine Gewichtsreduktion zu einer Besserung führen, da Übergewicht ebenfalls das Schnarchen begünstigt

Experten empfehlen außerdem, sich eine gesunde Schlafhygiene anzueignen. Unter diesem Begriff versteht man Verhaltensweisen, die einen erholsamen Schlaf fördern. Dazu gehören feste Einschlafzeiten und die Verdunklung des Schlafzimmers.

Auch wer sich tagsüber regelmäßig draußen im Tageslicht aufhält und Sport treibt, tut etwas für den gesunden Schlaf. Anstrengende körperliche Aktivitäten sollten dabei jedoch nicht direkt vor dem Schlafengehen stattfinden.

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