Hausmittel gegen Schnarchen: Was hilft wirklich?

In den heimischen Schlafzimmern wird beinahe überall geschnarcht. Je nach Altersgruppe dürfte im Schnitt jeder zweite Erwachsene gelegentlich durch starkes Schnarchen beeinträchtigt sein.

Schnarchen ist nicht nur für die Mitmenschen eine akustische Belästigung, sondern kann für den Betroffenen auch ernstwiegende gesundheitliche Folgen mit sich bringen.

Warum das Schnarchen ein Problem sein kann

Wenn während des Schlafens das Gaumensegel und das Rachenzäpfchen flattern, kommt es zu Schnarchgeräuschen. Entgegen vieler Ansichten ist eine verstopfte Nase kein unmittelbarer Auslöser von Schnarchen. Im Alter treten diese Muskelermüdungserscheinungen häufiger und stärker auf, weswegen ältere Personen häufiger von chronischem Schnarchen betroffen sind.

Das Schnarchen ist nicht nur für unbeteiligte Personen ein nervenaufreibender Prozess. Auch der Schnarchende selbst leidet zum Teil stark darunter. Es ist nicht mehr möglich, einen erholsamen Schlaf mit abwechselnden Schlafphasen zu erleben. Die Folgen sind chronische Müdigkeit, Erschöpfung und in manchen Fällen sogar Beeinträchtigungen des Herz-Kreislaufsystems.

Gesundheitliche Folgen von starkem Schnarchen

Starkes Schlafen sorgt häufig für eine sogenannte Schlafapnoe. Hier setzt während des Schlafes sporadisch die Atmung aus. Die Folgen sind Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Kopfschmerzen.
Damit spiegelt sich ein ähnliches Bild wieder, welches auch durch Schnarchen ohne Atemaussetzung produziert wird. Der Schlaf wird gestört, wodurch der Betroffene keine Erholung mehr findet und unter chronischer Müdigkeit leiden kann.

Häufig ist auch eine Erhöhung des Blutdrucks damit verbunden. Dies führt in weiterer Folge zu einem erhöhten Risiko, Schlaganfälle oder Herzinfarkte zu erleiden. Häufig sind auch Herzrhythmusstörungen eine Folge von chronischem Schnarchen. Besteht der Verdacht, dass sich Schnarchen negativ auf die Gesundheit auswirkt, sollte zwingend ein Arzt konsultiert werden.

Hausmittel gegen Schnarchen

Spezielle Kissen, Nasenringe, Medikamente oder sogar Operationen werden häufig als Hilfsmittel gegen Schnarchen empfohlen. Wer jedoch keine derartig extremen Maßnahmen ergreifen möchte, kann auch auf Hausmittel zurückgreifen.

Pfefferminzöl

Zwei Tropfen Pfefferminzöl* werden in Wasser aufgelöst. Diese Mischung wird vor dem Schlafengehen zum Gurgeln verwendet. Dadurch wird das Gewebe im Rachenraum elastisch gehalten und Schnarchen verhindert. Auch der Genuss von Pfefferminztee soll sich positiv auf das Schnarchverhalten auswirken.

Teebaumöl

Teebaumöl* ist hervorragend zum Inhalieren geeignet. Zu diesem Zweck werden ein paar Tropfen des Öls in einer Schüssel mit kochendem Wasser aufgelöst. Nun beugen Sie sich über die Schüssel und legen ein Handtuch über den Kopf, sodass die Dämpfe nicht entweichen können. Wer täglich vor dem Zubettgehen in etwa zehn Minuten diese Dämpfe inhaliert, stärkt so das Rachengewebe und kann Schnarchen dauerhaft stark reduzieren.

Die Schlafposition anpassen

Bereits unsere Großeltern wussten: Wer auf dem Rücken schläft, neigt leichter dazu, zu schnarchen. Eine Veränderung der Schlafposition hat auch eine andere Position von Rachenzäpfchen und Co. zur Folge. Damit verbunden tritt meist auch schwächeres bis gar kein Schnarchen auf.

Die Luftfeuchtigkeit erhöhen

Wenn die Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer hoch ist, wird das Rachengewebe automatisch elastisch gehalten und das Schnarchen reduziert. Zu diesem Zweck kann ein Luftbefeuchter helfen, aber auch mit Wasser gefüllte Schüsseln erfüllen ihren Zweck. Die Beigabe von ätherischen Ölen kann die Wirkung unterstützten. Vor allem Eukalyptusöl und Pfefferminzöl haben sich hier als besonders wirksam erwiesen.

Olivenöl

Viele Sänger schwören auf einen Löffel Olivenöl, um ihre Stimmbänder zu stärken. Eine ähnliche Wirkung hat das Öl auf das gesamte Gewebe des Rachenraums. Ein Erschlaffen wird verhindert, wodurch auch das charakteristische Flattern, und damit verbunden das Schnarchen, nicht mehr entstehen kann.

Kräutertee mit Honig

Eine beruhigende Wirkung kann auch durch das Trinken von Tee erzielt werden. Hier hat sich Kräutertee als besonders effektiv erwiesen. Verstärkt wird die Wirkung durch die Zugabe von Honig.

Dieses Getränk hat als positiven Nebeneffekt eine allgemeine Stärkung des Immunsystems und bringt eine natürliche entzündungshemmende Wirkung mit sich.

Knoblauch-Zitrone

Zugegeben, dieses Hausmittel ist nur für jene Personen, welche hart im Nehmen sind. Zwei Knoblauchzehen werden zerdrückt, gekaut und mit frisch gepresstem Zitronensaft runtergespült. Dieses Mittelsoll vor allem die Bildung von Schleim im Rachenbereich verhindern, wodurch Schnarchen zusätzlich verstärkt werden könnte.

Kardamom

Auch ein Teelöffel Kardamom, welcher in lauwarmen Wasser aufgelöst wurde, soll eine befreiende und stärkende Wirkung auf die Rachenschleimhäute haben.

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