Das perfekte Nackenstützkissen und wie man es findet

Wenn es Ihnen so geht wie mir und Sie bereits viele Nackenstützkissen ausprobiert und in Benutzung hatten, dann kann es so kommen, dass irgendwie kein Nackenstützkissen so richtig passt.

Entweder es ist zu niedrig oder zu hoch, zu weich oder zu fest, es riecht komisch oder die Nackenrollen passen einfach irgendwie nicht wirklich gut unter den Hals. Es gibt viele Gründe, warum ein Nackenstützkissen nicht zu 100% passt.

Logisch, dass da die Frage aufkommt, ob es nicht auch irgendwo das perfekte Nackenstützkissen gibt?

Ich will jetzt nicht einfach ja oder nein sagen, denn das perfekte Nackenstützkissen zu finden ist echt schwierig, weil eben so viele Faktoren zusammenkommen. Das ist übrigens auch der Grund warum ich nicht einfach blind auf Testsieger setzte. Sie haben diesen Rang sicher nicht ohne Grund erreicht, aber Nackenstützkissen sind so individuell, dass es das eine Nackenstützkissen für alle nicht geben kann.

Wie Sie trotzdem an das perfekte Nackenkissen kommen will ich Ihnen in diesem Artikel verraten.

Lieber 80/20 als perfekt

Ich bin ja nicht nur Verbraucher, sondern betreibe auch diese Seite und teste daher wahrscheinlich noch mehr Nackenstützkissen als manch anderer und eine wichtige Erkenntnis, wenn nicht sogar die wichtigste ist, dass man sich sehr wahrscheinlich verrennt, wenn man das 100% perfekte Nackenstützkissen will.

Ich habe für mich entschieden, dass 80/20 Prinzip, das auf sehr vielen Bereichen im Leben zutrifft, auch bei den Nackenstützkissen mein Standard sein soll.

Falls Sie das 80/20 Prinzip bzw. richtiger das Paretoprinzip nicht kennen. Es besagt, dass 80 % der Ergebnisse mit 20 % des Gesamtaufwandes erreicht werden. Um nun 100% erreichen braucht es sehr viel Mehraufwand.

Übertragen auf die Nackenstützkissen habe ich die Erfahrung gemacht, wenn ein Nackenstützkissen zu 80 % meinen Erwartungen entspricht, also Stützkraft und Liegekomfort zu 80 % zu meinen Bedürfnissen passen, dann versuche ich gar nicht die 100 % zu erreichen, der Aufwand ist einfach zu groß.

Der letzte Schritt von 80 auf 100 % wird nicht mehr wirklich viel Unterschied machen und an Kleinigkeiten, die nicht ganz unseren Erwartungen entsprechen gewöhnt, man sich sehr schnell, zumindest wenn es um ein Nackenstützkissen geht.

Faktoren die auf jeden Fall passen sollten

Natürlich gibt es auch einige Dinge, die nicht vernachlässigt werden können. Dazu gehört z.B. die richtige Höhe des Nackenstützkissens.

Die richtige Höhe

Um die richtige Höhe zu ermitteln müssen Sie wissen, ob Sie Seitenschläfer sind oder ob Sie primär auf dem Rücken schlafen. Je nach Schlafposition ergeben sich andere benötigte Höhen. Seitenschläfer brauchen deutlich höhere Nackenstützkissen immerhin ist der Kopf, der ja gestützt werden soll, dank der Schulter deutlich weiter von der Matratze entfernt als in der Rückenlage.

Nackenstützkissen für Rückenschläfer sind deutlich flacher und haben oft die markante Wellenform, bestehend aus den beiden Nackenrollen und der Mulde für den Kopf. Die Form ist wichtig um die natürliche S-Form der Wirbelsäule zu unterstützen.

Für Seitenschläfer kann die Wellenform auch angenehm sein, es gibt aber auch viele Seitenschläfer, die ein Kissen ohne Nackenrollen besser finden.

Wie Sie die richtige Höhe für ein Nackenstützkissen ermitteln, das erfahren Sie in dem verlinkten Artikel.

Das Material

Nackenstützkissen verwenden sehr verschiedene Materialien und jedes hat seine ganz eigenen Vorteile.

Die drei am häufigsten anzutreffenden Materialien sind vermutlich viskoelastischer Schaumstoff (auch Memory Foam genannt), der sehr flexible Gelschaum und ebenfalls sehr beliebt ist Latexschaum.

Viskoelastischer Schaumstoff ist auf den ersten Blick bzw., wenn man das erst mal darauf liegt sehr fest. Durch die Körperwärme wird das Material aber schnell elastischer und passt sich exakt an die Kopfform des Schläfers an. Der Clou, das Kissen kehrt morgens in seine Ausgangsform zurück.

Gelschaum ist etwas weicher und passt sich schneller an Veränderungen der Liegeposition an. Wenn Sie also zu den Menschen gehören, die sich nachts viel umdrehen, dann ist dieser Schaumstoff die richtige Wahl für Ihr Haupt.

Latexschaum sorgt dank seiner offenen Porenstruktur für ein ideals Schlafklima und ist besonders bei Menschen die schnell ins Schwitzen kommen beliebt. Legen Sie besonders hohen Wert auf sehr gute Stützfunktion bei gleichzeitig hervorragender Punktelastizität, dann ist Latexschaum die richtige Wahl für Sie.

Es muss nicht perfekt sein aber passen

Die Vorteile eines guten Nackenstützkissens, mit seiner positiven Wirkung auf den Körper und das Schlafverhalten bekommen Sie dann, wenn das Nackenstützkissen gut zu Ihnen passt.

Es muss aber nicht perfekt sein, um effektiv gegen Verspannungen und Nackenschmerzen zu helfen.

Solange das Kissen dafür sorgt, dass Ihre Wirbelsäule, der Nacken und Kopf ergonomisch gelagert werden, ist das wichtigste Ziel erreicht, an alles andere kann man sich schnell gewöhnen.

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