Was tun gegen Nackenschmerzen, mein großer Ratgeber

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Der Nacken gehört zu den empfindlichsten Regionen des Körpers.

Bewegungsmangel, Fehlhaltungen etc. führen häufig zu Nackenschmerzen.

Nackenschmerzen können schnell zu einem Dauerproblem werden und so zu einer extremen Belastung.

Der folgende Ratgeber erläutert Ihnen alles Wissenswerte rund um Nackenschmerzen, was die Ursachen dafür sind und welche Behandlungsmöglichkeiten und Hausmittel zur Verfügung stehen.

Was also tun gegen Nackenschmerzen?

Was kann ich bei Nackenschmerzen tun, lautet eine bekannte Frage von vielen Menschen, die nach einer ungünstigen Bewegung, einer gekrümmten Sitzhaltung oder einem Aufenthalt in Zugluft von quälenden Beschwerden geplagt werden.

In den meisten Fällen handelt es sich um Verspannungen in der Nackenmuskulatur.

Diese führen dazu, dass der Kopf und die Schultern nahezu steif sind, die Bewegungen stark eingeschränkt sind und sich zudem ein unangenehmer Schmerz breit macht.

Falsches Sitzen, beispielsweise bei der Arbeit am Computer verursacht auch sehr oft Nackenschmerzen.

Stehen Sie am besten jede Stunde auf, um Lockerungsübungen zu machen und die Muskeln wieder zu entspannen.

Vor allem kalte Zugluft ist sehr gefährlich und sollte gemieden werden.

Doch was hilft gegen Nackenschmerzen? Zu den Sofortmaßnahmen, die eine schnelle Linderung bringen können, gehören:

  • Wärme
  • Bewegen und Dehnen
  • Massieren
  • Atemübungen

Wärme als Soforthilfe

Bei einem steifen Nacken sollten Sie beständig Wärme zuführen, beispielsweise mit einer Rotlichtlampe, warmen Halswickeln, einer heißen Dusche oder einem wohltuenden Entspannungsbad.

Auch das Tragen eines Schals kann Entspannung und Linderung bringen.
In der Apotheke sind Salben erhältlich, die sich beim Auftragen auf den Nacken erhitzen und somit über einen längeren Zeitraum eine beständige Wärmezufuhr ermöglichen.

Die Muskulatur wird durch die Wärme aufgelockert und die Schmerzen werden gelindert.

Massage und Bewegung

Eine Massage des Nackens und der Schulter ist ebenfalls hilfreich, denn dabei werden die verkrampften Muskeln gelockert und Verspannungen gelöst.

Das Gleiche gilt für Dehn- und Bewegungsübungen, die bei einem steifen Nacken ratsam sind.

Da jede Bewegung Schmerzen verursacht, wird der Hals meist bewusst in der steifen Position gehalten, allerdings können sich die Muskeln dadurch nicht aus der verkrampften Haltung befreien.

Bettruhe und eine Schonung führen daher dazu, dass die Muskulatur weiter geschwächt wird, wodurch sich auch das Risiko von wiederholten Nackenschmerzen erhöht.

Atemübungen gegen Nackenschmerzen

Bei den Atemübungen wird die Nackenmuskulatur gezielt entspannt, sodass auch dies helfen kann.

Die wohl einfachste Atemübung gegen Nackenschmerzen ist, wenn Sie beim Einatmen die Schultern nach oben zu den Ohren ziehen und beim Ausatmen wieder nach unten senken.

Ursachen für Nackenschmerzen

Es gibt verschiedene Ursachen, die zu Nackenschmerzen führen.

Sehr oft ist eine Fehlhaltung verantwortlich für die Beschwerden, denn dadurch verspannen sich die Muskeln.

Wenn der Kopf aufgrund einer schiefen Haltung nur noch vom Hals, statt vom Körper getragen wird, führt diese Belastung im Laufe der Zeit zu chronischen Schmerzen.

Zu weiteren Auslösern gehören eine Muskelschwäche, ein Bandscheibenvorfall, eine Enge im Wirbelkanal, ein Beckenschiefstand etc. In diesen Fällen sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen, denn Hausmittel helfen hier nicht mehr weiter.

Des Weiteren kann Zähneknirschen dazu führen, dass sich das Kieferngelenk abnutzt und somit im Bereich des Kauapparates Fehlbelastungen auftreten. Die Kiefermuskulatur ist mit der Nackenmuskulatur verbunden und deswegen kann Zähneknirschen zu schmerzhaften Verspannungen im Nacken führen.

Die besten Hausmittel gegen Nackenschmerzen

Es gibt verschiedene Hausmittel bei Nackenschmerzen, die ein praktisches und natürliches Heilmittel sind.

Alte Hausmittel werden daher gern von Generation zu Generation übernommen.

Gegen Nackenschmerzen haben sich folgende Hausmittel bewährt:

  • Sie können einen warmen Quarkwickel auf die betroffenen schmerzenden Stellen legen.
  • Der Kirschsteinsack kann ebenso helfen. Er wird im Backofen aufgewärmt, um ihn anschließend auf die schmerzende Stelle zu legen.
  • Ebenso ein altes Hausmittel gegen Nackenschmerzen ist der Johanniskrautölfleck: Hierfür beträufeln Sie ein Stückchen gepresste Watte mit Johanniskrautöl und legen es im Anschluss auf die schmerzende Stelle. Die Watte decken Sie mit Folie sowie einem dicken Tuch ab.
  • Auch ein erwärmter Heublumensack oder ein warmes Dinkelkissen helfen effektiv.
  • Sauna oder ein Dampfbad tun nicht nur dem Körper und der Seele gut, sondern die Wärme hilft ebenso gegen Nackenschmerzen.
  • Wenn der Nacken erst beginnt, steif zu werden, können Sie auch eine halbe Stunde lang Eis auflegen, allerdings niemals direkt auf die Haut, sondern die Eiswürfel können beispielsweise in ein Handtuch eingewickelt werden. Dadurch kann die Schwellung abklingen und auch Nackenschmerzen und eine Nackensteifigkeit werden auf diese Weise gelindert.

Die positiven Aspekte der Hausmittel gegen Nackenschmerzen:

  • Natürliche Hausmittel wirken und lindern die Symptome mild.
  • Sie enthalten keine Chemie.
  • Sie sind oftmals leicht anzuwenden und die Stoffe sind meist im Haushalt vorhanden.
  • Natürliche Hausmittel sind sehr günstig.
  • Sie haben sich seit langem erfolgreich bewährt.
  • Hausmittel haben meistens keine Nebenwirkungen.

Nackenstützkissen als Lösung

Nackenstützkissen werden immer beliebter, da die wohltuende Wirkung immer bekannter wird.

Insbesondere im Schlaf halten viele Menschen mehrere Stunden lang ihre Wirbelsäule nicht gerade, da sie ein ungeeignetes Kissen verwenden.

Durch die falsche Schlafposition wird der Körper nicht ausreichend abgestützt. Dies führt dazu, dass in der Wirbelsäule ein Knick entsteht.

Nackenstützkissen können Schmerzen und Verspannungen entgegenwirken und sind daher eine gute langfristige Lösung.

Sie verleihen der Wirbelsäule des Nackens und dem Kopf eine ausgezeichnete Stützung.
Diese Kissen tragen ganz erheblich zum entspannten Ruhen der Wirbelsäule bei.

Verspannungen setzen sich meist auch während des Tages fort.

Sie erzeugen nicht nur Schmerzen, sondern auch Müdigkeit, mangelnde Leistungsfähigkeit und Unkonzentriertheit.

Daher lohnt es sich auf jeden Fall, auf ein Nackenstützkissen auszuprobieren. Hier finden Sie einen Überblick über die besten Nackenstützkissen.

Vorteile gegenüber einem herkömmlichen Kissen

Gewöhnlich werden große Kissen verwendet, die mit Kunstfasern oder Daunen gefüllt sind.

Darauf ruhen dann der Kopf und die Schultern.

Doch die Halswirbelsäule knickt in dieser Position im unnatürlichen Winkel ein, was häufig zu Verspannungen führt. Der Grund hierfür ist, dass das Füllmaterial der Kissen keine ausreichende Stütze bietet.

Bei einem Nackenstützkissen hingegen liegen Ihre Schultern auf der Matratze, während Ihr Kopf auf dem Nackenkissen ruht. Somit ist der natürliche Winkel gewährleistet und die Wirbelsäule wie auch die umliegende Muskulatur kann entspannen.

Anfangs ist die Verwendung eines Nackenstützkissens oftmals ungewohnt, doch schon nach wenigen Tagen möchten Sie es wahrscheinlich nicht mehr missen.

Eine weitere tolle Alternative können übrigens Wasserkissen sein.

Nackenschmerzen vorbeugen

Mangelnde Bewegung, eine einseitige Belastung oder schlechte Haltung sowie chronischer Stress können Nackenschmerzen begünstigen.

Zu den vorbeugenden Maßnahmen gehören:

  • Ausdauersport wie Laufen
  • Gezielte Nacken- und Schulter-Übungen
  • Muskelkräftigung, beispielsweise im Fitnessstudio oder in einer Rückensportgruppe
  • Verbesserung der eigenen Haltung, privat und bei der Arbeit
  • Entspannungsverfahren wie Yoga oder autogenes Training

Dehnung der seitlichen Halsmuskeln

Die rechte Hand liegt bei dieser Übung auf der linken Schulter und den Kopf neigen Sie nach rechts. Mit der rechten Hand drücken Sie nun die linke Schulter etwa 30 Sekunden lang nach unten. Danach richten Sie sich wieder auf und führen diese Übung mit der anderen Seite aus.

Dehnung des Nackens

Das Kinn ziehen Sie Richtung Brust und halten die Stellung eine halbe Minute lang. Nach dem Lockern wird der Kopf anschließend nach links gedreht und das Kinn wieder gesenkt, sodass es Richtung rechter Schulter weist. Diese Stellung halten Sie wieder und führen es genauso auf der anderen Seite aus. Abschließend legen Sie die Hand in den Nacken, neigen den Kopf nach hinten und halten nochmals 30 Sekunden.

Lockerung der Schultern

Beim Einatmen heben Sie die Schultern an und halten es einige Sekunden so, bevor Sie die Schultern mit einem gründlichen Ausatmen wieder senken. Diese Übung wiederholen Sie mehrmals.

Lockerung des Nackens und der Schultern

Sie stellen sich aufrecht. Dabei stehen die Füße hüftbreit auseinander. Die Arme schwingen Sie locker von der einen zur anderen Seite. Der Schultergürtel wird dabei nicht bewegt. Diese Übung wiederholen Sie 15 bis 20 Mal.

Fazit

Oftmals sind Fehlhaltungen der Auslöser der Beschwerden. Dennoch sollte die Ursache der Nackenschmerzen möglichst behandelt werden, um Folgeschäden zu vermeiden, beispielsweise Kopfschmerzen, Migräne bis hin zu Entzündungen und Bandscheibenprobleme.

Daher gilt: Treten die Nackenschmerzen regelmäßig auf oder sie können mit den genannten Tipps nicht gelindert werden, sollten Sie die Ursache von einem Arzt abklären lassen.

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